K+S
- Werner Sperber - Redakteur

Anlage-Experten: K+S ist attraktiv bewertet, eigentlich

Die Sachkenner der Platow Börse verweisen auf die anhaltend schlechten Nachrichten bei K+S, denn seit mehreren Quartalen sinken die Mengen und Gewinnspannen in der Düngemittel-Branche. Im ersten Quartal des laufenden Jahres sank der Umsatz im Jahresvergleich um 20,4 Prozent. Die Analysten schätzen für das zweite Quartal einen Rückgang in gleicher Höhe. Viel schlimmer ist dabei die sinkende Profitabilität. Der Gewinn verringerte sich im Auftaktquartal um 25,4 Prozent auf fast 148 Millionen Euro. Der free Cashflow ist auf 74 Millionen Euro gefallen, obwohl das Unternehmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesenkt hatte. Die Netto-Verschuldung des auf Kali und Salz spezialisierten Konzerns erhöhte sich dagegen deutlich auf 2,37 Milliarden Euro, denn um die mittelfristigen strategischen Zielen zu erreichen, muss die MDAX-Firma weiter kräftig investieren.

Die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal zeigen, die Innenfinanzierungskraft schwindet weiter. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte um gut 94 Prozent auf zehn Millionen Euro ab. Deshalb steigen die operativen Risiken und es wird schwieriger das Ziel zu erreichen, in diesem Jahr 1,6 Milliarden Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu verdienen. Die Sachkenner der Platow Börse erklären, zwar ist das KGV von 11 für dieses Jahr eigentlich eine attraktive Bewertung. Trotzdem sollten Anleger vorerst noch die Finger von K+S lassen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Selbst der Schnee hilft kaum noch …

In den letzten Jahren war es stets dasselbe Bild: Fiel in Europa und Nordamerika Schnee, so zog auch die Aktie des Düngemittel- und Salzkonzerns K+S an. Schließlich bescheren die Schneefälle dem Kasselaner Konzern satte Einnahmen. Doch in diesem Jahr kann die gebeutelte Aktie selbst davon nicht … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Es ist aus

Es ist zweifellos ein sehr trauriger Tag für die Mitarbeiter von K+S im Bergwerk Sigmundshall in Wunstorf-Bokeloh: Das im MDAX notierte Unternehmen hat entschieden, die Produktion dort bis Ende kommenden Jahres zu beenden, weil der wirtschaftlich rentable Abbau dort immer schwieriger werde. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück. mehr