Amazon
- Andreas Deutsch - Redakteur

Amazon: Kommt jetzt das Kaufsignal?

Die Amazon-Aktie hat sich merklich erholt. Die Gegenbewegung läuft. Macht die Aktie jetzt wieder einen Durchmarsch in Richtung Rekordhoch?

Der Crash ist vorbei – vorerst zumindest. Die Amazon-Aktie hat am Donnerstag 4,2 Prozent auf 1.665,53 Dollar zugelegt und Kurs auf die 200-Tage-Linie genommen.

Damit hat sich das Chartbild innerhalb kürzester Zeit merklich aufgehellt. War’s das jetzt mit der Korrektur? Fakt ist: Die Nervosität der Anleger ist nach wie vor nicht von der Hand zu weisen. Der VIX-Index, der die Volatilität des S&P 500 misst, ist zwar leicht gesunken, notiert aber immer noch bei 19,34 Prozent und damit so hoch wie seit April nicht mehr. Ergo: Für die rosarote Brille ist es noch zu früh.

Langfristig ist die Amazon-Story nach wie vor top – auch wenn das Unternehmen im dritten Quartal geschwächelt hat und der Ausblick auf Q4 nicht berauschend war. Amazon ist in viele Bereich vorgedrungen, die noch über viele Jahre hohe Wachstumsraten versprechen: zum Beispiel das Cloud-Geschäft. Der Bedarf an Cloud-Diensten ist immens – und wird weiter stark steigen. Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass der Umsatz mit Cloud-Computing bis 2021 auf 278 Milliarden Dollar zulegen wird. 2010 waren es gerade einmal 43 Milliarden.

Daher sind die meisten Analysten immer noch optimistisch für Amazon. Etwa Morgan Stanley: „Wir bleiben nach den Zahlen bullish“, schreiben Brian Nowak und sein Team in einer aktuellen Studie. Amazon werde zwar mit dem 16-Fachen des EBITDA bewertet, was im Peer-Group-Vergleich der höchste Wert ist. Doch dafür kommen weder Alphabet, Twitter, Electronic Arts oder Facebook auch nur annähernd an die 40 EBITDA-Wachstum von Amazon.

Erste Position kaufen

Drei Jahre nach Empfehlung des AKTIONÄR wurde Amazon mit einem Plus von 200 Prozent ausgestoppt. DER AKTIONÄR rät nun dazu, das besser gewordene Sentiment für die Aktie zum Aufbau einer neuen Anfangsposition zu nutzen. Die Langfrist-Story stimmt ja und bislang waren bei Amazon Korrekturen immer Top-Kaufchancen. Der Stopp sollte bei 1.200 Euro gesetzt werden.

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