Alphabet
- Fabian Strebin - Redakteur

Alphabet und Glaxo: Kommen jetzt Chips für Menschen?

Alphabet hält die Schlagzahl hoch. Mit dem Pharmariesen Glaxo Smith Kline Plc wurde ein Joint-Venture zur Entwicklung von Miniaturchips gegründet. Das Silicon-Valley-Urgestein will so die Abhängigkeit von den Werbeeinnahmen langfristig senken.

Nach der Zusammenarbeit mit namhaften Branchenriesen wie Johnson & Johnson und Novartis hat Alphabet jetzt den nächsten großen Coup gelandet. Zusammen mit Glaxo Smith Kline Plc wurde ein Joint Venture namens „Galvani Bioelectronics“ im Bereich Bioelektronische Medizin gegründet. Entwickelt werden sollen miniaturgroße Chips, um durch elektronische Impulse chronische Erkrankungen wie Diabetes und Asthma behandeln zu können. Mit 55 Prozent soll der britische Pharmakonzern die Mehrheit der Anteile an dem Unternehmen halten. Geht der Plan der Unternehmen auf, winken beträchtliche Marktanteile im Milliardengeschäft Gesundheit.

Diversifizieren

Neben der Freude über die guten Geschäfte bei Alphabet darf nicht vergessen werden, woher das Geld kommt. Über 90 Prozent vom Umsatz erwirtschaftete die Suchmaschinensparte Google, zu der auch Youtube gehört, mit Werbung. Google ist das einzige Geschäftsfeld, in dem nach Abzug der Kosten ein Gewinn übrig blieb. Bei einem operativen Verlust von 859 Millionen Dollar wurde in den anderen Sparten nur ein Umsatz von 185 Millionen Dollar erzielt. Langfristig will Alphabet diese Abhängigkeit reduzieren. Vielversprechend ist hier vor allem das Life Sciences Segment Verif, welches nun mit Glaxo Smith Kline Plc kooperiert.

Neue Rekorde im Visier

Nach den Zahlen am vergangenen Freitag nimmt die Alphabet-Aktie das Rekordhoch vom Februar 2016 bei 810,35 Dollar ins Visier. Das derzeitige KGV beträgt knapp 23 und soll nächstes Jahr auf 20 sinken. Eine moderate Bewertung vor dem Hintergrund des hohen Wachstumstempos von Alphabet. Der Titel ist ein klarer Kauf.


 

Das Tao des Kapitals
 

Autor: Spitznagel, Mark
ISBN: 9783864702945
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 03.03.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Regierungen, die überregulieren, Zentralbanken, die Wirklichkeiten am Markt verzerren. Der Investment-Ansatz der Österreichischen Schule meint seit 150 Jahren: Die Menschen verdienen etwas Besseres.
Er befürwortet sich selbst regulierende Märkte, in denen freie Menschen in einer freien Gesellschaft interagieren. Mark Spitznagel, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren unserer Tage, verbindet in »Das Tao des Kapitals« die zentralen Elemente des zeitlosen Investment-Modells »Privateigentum, freie Märkte, stabile Währung und eine liberale Gesellschaft« mit den Gedanken des Taoismus. So wie sich der Mensch im Taoismus an die Gegebenheiten anpassen soll, so sollte auch der Investor den Märkten freien Lauf lassen – und die Früchte seiner Geduld ernten. Spitznagel weist in seinem Ansatz des Austrian Investing den Weg.

 

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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