DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Aktienmärkte vor Kollaps - Experte sieht DAX unter 3.000 Punkten!

Albert Edwards ist seit über acht Jahren Analyst bei der Société Générale. In der Börsenszene gilt er als Ultra-Bär. Im Gespräch mit dem Handelsblatt stellte er eine Prognose für den DAX auf - eine sehr düstere. Nach Einschätzung von Edwards wird die Börse in der nächsten Rezession total abstürzen. Die Unternehmen hätten das Geld, das sie sich billig geliehen haben, nicht investiert, sondern Aktien zurückgekauft und damit Schuldenblasen aufgepumpt. In der nächsten Rezession platzen diese.

Tiefpunkt bei KGV 6

Edwards rechnet damit, dass der S&P 500 um drei Viertel auf 550 Punkte fallen wird. Die Aktien an der Wall Street seien seiner Ansicht mit einem KGV von 25 zu teuer. Man sehe das in den Entwicklungen über die letzten 100 Jahre. Es habe drei lange Abwärtsbewegungen gegeben, in denen jeweils vier bis sechs Rezessionen zu erkennen sind. In dieser Zeit sanken die Kurs-Gewinn-Verhältnisse immer weiter. Die Tiefstpunkte an den Börsen immer erst bei einem KGV von rund sechs erreicht.

Helikopter-Geld? Warum nicht!

An den Notenbankern lässt Edwards ebenfalls kein gutes Haar. 2005 habe er den damaligen US-Notenbankchef Alan Greenspan als ökonomischen Kriegsverbrecher bezeichnet, den man seines Amtes entheben sollte. Die aktuelle extrem expansive Geldpolitik der Notenbanken werde "für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte ebenfalls ein schlimmes Ende nehmen." Es werde nach Edwards Worten zu einem Währungskrieg zwischen den Notenbanken kommen. Möglicherweise werde dann tatsächlich Geld direkt an die Haushalte verteilt.

DAX-Ziel: unter 3.000 Punkten

Für die deutsche Wirtschaft malt der Analyst genauso schwarz. Sie könnte plötzlich das Schlusslicht in der Eurozone sein, weil die Exporte einbrechen. Der DAX sollte deshalb stärker fallen als die US-Aktien. "Mein DAX-Ziel: unter 3 000 Punkten", so Edwards im Handelsblatt-Interview. Für Gold ist er hingegen bullish: "Der Preis wird weit über das letzte Hoch bei 1 900 Dollar je Unze steigen."

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  • Frank Reil -
    Gleiches Kaliber wie dieser Günter Hannich.
  • Dennis Pagel -
    Kennt man irgendwoher. Aktien mit einer Weltuntergangs-Einschätzung schlecht reden und dann am Absturz kräftig verdienen. Jede Wette, dass Herr Edwards eine nicht unerhebliche Short-Position auf den Dax bzw. Dax-Werte hält ;-) Schade finde ich es, dass diese Einschätzungen nicht von den fachkundigen Redakteuren hier kommentiert werden. Selbst in der Finanzkrise lag der Dax im Tagesdurchschnitt nie auch nur in der Nähe von 3.000 Punkten.
  • Till Wollheim -
    Mathematisch gesehen nichts als Unsinn: "Die Unternehmen hätten das Geld, das sie sich billig geliehen haben, nicht investiert, sondern Aktien zurückgekauft und damit Schuldenblasen aufgepumpt. In der nächsten Rezession platzen diese." Wenn Sie nun dieses Geld in Maschinen udgl. Investiert hätten, die Konjunktur aber nicht wie erhofft anspringt, ist es noch viel mehr weg, so! Also mit der Schuldenlast hat das gar nichts zu tun!
  • Till Wollheim -
    Offenbar hat doe Soc.Gen. einen Einstieg verpasst und will nun billig zu Aktien gelangen!! :-)
  • Alexej Schmidt -
    unglaublich dass jemand für Kaffeesatzleserei noch hochbezahlt wird.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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