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Airbus: Fehler eingeräumt – was macht die Aktie?

Airbus: Fehler eingeräumt – was macht die Aktie?
Foto: Börsenmedien AG
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Marion Schlegel 13.04.2015, 09:51 Marion Schlegel

Die Aktie des europäischen Flugzeugbauers Airbus hat sich seit dem Jahresbeginn enorm stark entwickelt und Mitte März bei 64,01 Euro ein neues Allzeithoch markiert. Zu Beginn der neuen Woche notiert das Papier mit 0,1 Prozent leicht im Minus bei 61,80 Euro und kann sich damit weiterhin über der insbesondere psychologisch wichtigen 60-Euro-Marke behaupten. Die nächste bedeutende Unterstützung wartet in Form des Januarhochs 2014 bei 57,31 Euro. Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp bei 48,00 Euro nach unten ab.


Wie zuletzt bekannt wurde, will Airbus künftig auch in Indien produzieren. EADS-Chef Tom Enders sagte am Samstag nach einem Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi in Toulouse, Airbus sei bereit, in Indien herzustellen. Dabei gehe es etwa um eine Endmontage von militärischen Transportflugzeugen und Hubschraubern. Bisher betreibt Airbus Ingenieurszentren und eine Forschungseinrichtung in Indien. Ender sagte, Indien nehme eine wichtige Rolle in den internationalen Aktivitäten von Airbus ein. Im vergangenen Oktober hatte sich der Konzern einen Milliardenauftrag aus Indien gesichert. Die Inlandsfluggesellschaft IndiGo hatte einen Kaufvertrag über 250 Maschinen aus der A320neo-Klasse unterzeichnet.


„A380: Zehn Jahre zu früh“
Airbus räumte aber auch Fehler beim Großraumflugzeug A380 ein. Airbus-Chef Fabrice Brégier führt die raren Bestellungen für sein Großraumflugzeug A380 auf eine Fehleinschätzung des Konzerns zurück. "Das Flugzeug wurde wahrscheinlich zehn Jahre zu früh eingeführt", sagte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte der Airbus Group der französischen Tageszeitung "Les Echos" (Montag). Der Markt habe sich nicht so entwickelt wie erwartet. Die Entscheidung über eine Neuauflage "A380neo" mit sparsameren Triebwerken schob Brégier weiter in die Zukunft.
"Langfristig werden wir die Frage nach einer besseren Leistung des Flugzeugs bei Aerodynamik und Triebwerken stellen", sagte der Manager. Vorerst gebe es jedoch Lösungen, die doppelstöckige Maschine mit dem Einbau von mehr Sitzen wirtschaftlicher für Fluggesellschaften zu machen, ohne den Komfort für die Passagiere einzuschränken.


Vor allem Großkunde Emirates, der mit 140 Maschinen fast für die Hälfte aller Bestellungen für das Modell verantwortlich zeichnet, hatte Airbus mehrfach aufgefordert, eine Version mit moderneren Triebwerken anzubieten. Brégier will aber erst sicher sein, dass sich die Sache für den Flugzeugbauer rechnet. Er habe keine Absicht, umsonst Geld zu investieren. Einem Brancheninsider zufolge müssten Bestellungen für 250 Exemplare des vierstrahligen Flugzeugs zusammenkommen, damit sich die Entwicklung für einen Triebwerksbauer rechnet. Für die herkömmliche A380 hat Airbus seit Modellstart 317 Bestellungen erhalten. Im laufenden Jahr soll die Produktion erstmals keine Verluste mehr schreiben.


(Mit Material von dpa-AFX)

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