Air Berlin
- Thorsten Küfner - Redakteur

Air Berlin: Hiiilfeeeeee!

Air Berlin geht es schlecht: Der chronisch defizitäre Konzern verfügt über ein negatives (!) Eigenkapital von 1,8 Milliarden Euro und Verbindlichkeiten von 3,2 Milliarden Euro. Ohne die Finanzspritzen des Partners Etihad wäre die Airline nicht überlebensfähig. Da Etihad nun aber wohl den Gürtel enger schnallen will, braucht Air Berlin einen neuen Helfer.

Daher hat das angeschlagene Unternehmen laut der Welt bei den Landesregierungen in Berlin und Nordrhein-Westfalen nun eine „Anfrage auf Prüfung eines Bürgschaftsantrags“ gestellt. Nur wenige Stunden zuvor war bereits das geplante Joint Venture mit dem Ferienflieger Tuifly geplatzt, das Air Berlin hätte helfen können.

Finger weg!!
DER AKTIONÄR rät weiterhin dazu, die Finger von der Aktie von Air Berlin zu lassen. Zumal auch die Chancen auf einen Kursanstieg wegen einer eventuellen Übernahme durch die Lufthansa eher schlecht stehen. Vor allem ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Lufthansa (oder wer auch immer Air Berlin kaufen würde) den Aktionären einen satten Aufschlag auf den aktuellen Kurs einer insolvenzgefährdeten Firma zahlen würde. Zum Vergleich: Die Banco Santander hat gestern für den gestrauchelten Konkurrenten Banco Popular einen Euro gezahlt – wohlgemerkt für den gesamten Konzern.

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