Adobe
- Benedikt Kaufmann

Adobe Systems bricht aus!

Adobe macht einen Satz nach oben. Der Grund für die starke Kursentwicklung: Immer wieder schafft es der Konzern die Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Auch am Mittwoch hieß es wieder einmal: Gewinnprognose übertrifft Erwartung.

Der Konzern geht für 2018 von einem Gewinn von rund 5,50 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 8,7 Milliarden Dollar aus. Die Analysten rechneten mit 5,21 Dollar je Aktie bei Erlösen von 8,68 Milliarden Dollar.

Die Ursache für die starke wirtschaftliche Entwicklung von Adobe ist das frühe Verschieben des Software-Angebots in die Cloud. Adobe ist ein sogenannter Software-as-a-Service-Anbieter (SaaS). Im Rahmen der Cloud-Lösung spart sich Adobe Kosten im Vertrieb und Marketing. Nicht jede neue Software-Version muss neu verkauft und intensiv beworben werden.

Der Konzern bietet in der Cloud zwei Produkte an: Die Creative Cloud, eine Sammlung aller Adobe Kreativ-Programme wie Photoshop, Illustrator und InDesign. Die Experience Cloud, die Advertising Cloud, Analytics Cloud und Marketing Cloud unter einem Komplettangebot zusammenfasst.

Cloud-Trend dürfte anhalten

Das wachstumsstarke Cloud-Segment ist jedoch auch der Grund weshalb die Adobe-Aktie nach der Veröffentlichung der Q3-Zahlen einen Rücksetzer hinnehmen musste. Die Experience Cloud konnte im Q3 nur 26 gegenüber dem Vorjahresquartal zulegen – damit wird der Konzern das selbstgesteckte Ziel von 30 Prozent Zuwachs für das Gesamtjahr nicht mehr erreichen können.

DER AKTIONÄR sah den damals eingetretenen Abverkauf als eine Zukaufschance für die Aktien eines unangefochtenen Marktführers mit überragenden Wachstumszahlen. Die von den Analysten gefeierten Prognosen vom Mittwoch zeigen, dass Adobe sich noch länger in diesem cloud-induzierten Wachstumstrend befinden dürfte. Kursziel 150,00 Euro.

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