- Benedikt Kaufmann

Adobe: Vorreiterrolle in der Cloud bringt saftige Kursgewinne

Adobe Systems ist ein Vorreiter in Sachen Cloud und Plattform-Economy. Als einer der ersten Software-Konzerne machte der Photoshop-Entwickler seine Programme fit für die Zukunft. Eine Top-Entscheidung, die heute rasantes Gewinn- und Kurswachstum mit sich bringt.

Viele Plattformen versuchen den Trend einer digitalisierten Wirtschaft für sich zu nutzen. Das gilt auch für die Kreativ-Plattformen von Adobe. Egal, ob ein Text editiert, Videos geschnitten oder Bilder bearbeitet werden sollen – die Programme von Adobe sind allen digitalen Kreativen seit Jahren ein Begriff. Mit Photoshop und Premiere groß geworden, bietet Adobe heutzutage viel mehr. Auf den weitreichenden Plattformen finden sich heute neue Produkte wie ein Content Management System, Big-Data-Analysen oder eine Marketing-Software. Daneben war der Konzern einer der ersten, der sein gesamtes Software-Angebot in ein Abo-Modell aus der Cloud umsiedelte. Adobe hat sich damit perfekt platziert, um auch in Zukunft von der Digitalisierung der Wirtschaft zu profitieren.

Abo-Modell treibt das Gewinnwachstum an

Das Abo-Modell macht mittlerweile 88 Prozent der Gesamterlöse aus und führt zu niedrigeren Kosten. So werden beispielsweise Marketingkosten oder Vertriebsaufwand für immer neue Software-Versionen durch ein fortlaufendes Abonnement reduziert. Dies hat zur Folge, dass Adobe die operative Marge von 25 Prozent im Jahr 2015 auf aktuell 36 Prozent verbessern konnte. Das Gewinnwachstum explodierte – der Aktienkurs schoss nach oben. Etwa ein Jahr nach der Erstempfehlung hat das Papier um knapp 70 Prozent zugelegt.

Magento-Kauf erschließt Kursfantasien

Potenzial für weitere Gewinnzuwächse bieten aber nicht nur die stärkeren Margen des Cloud-Abo-Modells. Die ständige Erweiterung des Produktportfolios treibt stetig neue Kunden in die Arme von Adobe-Software. Geht es um die Schaffung neuer Produkte, setzt Adobe sowohl auf eigene Entwicklungen als auch auf Zukäufe. An dieser Stelle ist insbesondere der Kauf von Magento für 1,7 Milliarden Dollar Mitte Mai zu nennen. Mit Magento erhält der Plattform-Vorreiter nicht nur eine E-Commerce-Anwendung, sondern erkauft sich eine potenzielle Zukunft im Einzel- und Großhandel. Magento soll künftig in die Experience Cloud integriert werden und E-Commerce, Logistik-Management und Big-Data-Analyse in einer einheitlichen Handelsplattform zusammenfassen. Adobe dringt damit in eine völlig neue Branche vor.

Rosige Aussichten für den wachstumsstarken Vorreiter! Hier sollten Anleger ganz klar den Bullen weiterreiten.

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