Adidas
- Andreas Deutsch - Redakteur

Adidas: Turm in der Schlacht

Die Anleger sind nervös, die Kurse wackelig. Am schlimmsten erwischt es in Deutschland Bayer nach der Klage in den USA. Bester DAX-Wert zuletzt: Adidas. Die Rallye des Sportartikelkonzerns dürfte weitergehen.

Adidas hat im August 10,5 Prozent zugelegt und damit sechs Prozentpunkte mehr als der zweitbeste DAX-Wert Vonovia. Platz 3 geht in diesen stürmischen Wochen an SAP mit einem Plus von 2,2 Prozent. Bayer verliert 20 Prozent seit Monatsanfang. ThyssenKrupp ist zweitschlechtester DAX-Wert mit einem Verlust von 14,5 Prozent.

Der komplette DAX kommt im August auf ein Minus von 4,2 Prozent.

Der Grund für die Outperformance von Adidas: Der Konzern hat besser als erwartete Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Das zeigt einmal mehr: Die Marke Adidas ist top angesagt, auch wenn Puma und Nike zuletzt wieder besser unterwegs waren. Die Konjunktur läuft in den meisten Ländern so gut, dass sich die Konsumenten nicht nur ein, sondern gleich zwei oder drei Paar Sneakers zulegen.

Digital läuft‘s

Ein wesentlicher Grund, warum Adidas bei der Profitabilität weiter aufholt, sind die Fortschritte in Sachen Digitalisierung. „Wir verfügen heute über Systeme, die es uns ermöglichen, von einem einzigen Ort Inhalte überall hin zu verteilen“, so Jacqueline Smith-Dubendorfer, Digital-Managerin bei Adidas, im Interview mit dem Online-Magazon ISPO. „Eine zentrale Anlaufstation im Internet, an dem Händler Produkte bestellen, nachbestellen oder umdisponieren können. Wir werden weiterhin in diese Programme investieren, die wir ursprünglich für unser eigenes Online-Geschäft entwickelt haben, um noch besser zu werden.“

Bei den eigenen E-Commerce-Aktivitäten kommt Adidas hervorragend voran. Im zweiten Quartal steigerte Adidas den Umsatz bei den eigenen E-Commerce-Aktivitäten um 26 Prozent. Hält der Konzern dieses Tempo, wird er sein Ziel, 2020 vier Milliarden Euro Online-Umsatz zu machen, erreichen.

KGV bald bei 18?

Der Aufwärtstrend der Adidas-Aktie ist intakt, die Chancen auf eine merklich höhere Nettomarge – mittelfristig sind zehn Prozent drin – stehen gut. Damit sänke das KGV auf 18, während Nike auf ein KGV von 25 und Puma auf 26 kommen. DER AKTIONÄR bleibt bullish für die Aktie.

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