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- Marion Schlegel - Redakteurin

Adidas-Aktie: Verbotene Streiks – Sorgen in Asien

Die Adidas-Aktie bleibt der einzige DAX-Titel, der seit Jahresbeginn im Plus notiert. Am Freitag zählt der Sportartikelhersteller vorbörslich allerdings zu den schwächeren Werten im deutschen Leitindex. Es kursieren Nachrichten über Unruhen bei einem Zulieferer in Vietnam.

Aus Protest gegen neue Strafen bei unerlaubtem Fehlen am Arbeitsplatz haben tausende Arbeiter einer Schuhfabrik ihre Arbeit niedergelegt. „Nur 20 Prozent der mehr als 20.000 Arbeiter sind am Platz“, erklärte Gewerkschaftsvertreter Doan Van Day. Die taiwanesische Firma Pou Chen bestätigte den Streik in der Fabrik nahe Ho-Chi-Minh-Stadt, wollte aber keine weiteren Angaben machen. Neben Adidas gehört laut eigenen Informationen auch der Weltmarktführer Nike zu den Pou Chen-Kunden.

Eigentlich sind Streiks im kommunistischen Vietnam verboten. Nach Angaben der Gewerkschaft sollen Arbeiter in Zukunft automatisch Privilegien wie subventioniertes Essen und Boni verlieren, wenn sie einen Tag unentschuldigt fehlen. Selbst bei vorher beantragten Abwesenheiten sollen Boni und Zuschläge geschmälert werden, berichtete die Zeitung Lao Dong. Deshalb kam es nun zur Arbeitsniederlegung.

Zahlen kommende Woche

Spannend wird es bei Adidas in der kommenden Woche. Am Donnerstag, den 3. März, legt der Konzern seine endgültige Jahresbilanz für 2015 vor. Insgesamt sei das Überraschungspotenzial aber gering, erklärte Analyst Jörg Frey von Warburg Research. Allerdings dürfte das Management einen optimistischen Ausblick geben. Seine Einstufung lautet „Buy“ mit einem Kursziel von 108 Euro.

Gutes Bild

Zu Beginn der Woche notierte die Aktie erstmals im dreistelligen Bereich. Im Vergleich zu anderen DAX-Titeln bietet der Chart des Sportartiklers noch ein freundliches Bild. Lukrative Sportereignisse wie die Fußball-EM und die Olympischen Spiele sowie die Übernahme des neuen Konzernchefs Kasper Rorsted im Oktober sorgen zudem für gute Aussichten im laufenden Jahr. Adidas ist weiter aussichtsreich. Investierte Anleger bleiben dabei.

(Mit Material von dpa-AFX)

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