Activision Blizzard
- Benedikt Kaufmann

Activision Blizzard schmeißt CFO raus!

Keine Ruhe für die Anleger von Activision Blizzard. Die Aktie des Gaming-Giganten startet auch ins neue Jahr mit Verlusten. Einfacher Grund: Der Finanzchef Spencer Neumann wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Weshalb genau die Konzernführung diese Entscheidung traf, bleibt dagegen unbekannt.

Nur so viel ist der Ad-hoc-Mitteilung zu entnehmen: Die Entlassung des Finanzchefs Spencer Neumann „hat nichts mit den Geschäftsberichten oder Offenlegungspflichten des Konzerns zu tun“.

Laut einem Bericht von Reuters sei der Finanzchef bereits im Rennen um den CFO-Posten beim Streaming-Konzern Netflix.

Günstige Chance

Weshalb aber nach einem schwachen Call of Duty, dem Mobile-Debakel und dem Rauschschmiss des Finanzchefs die Aktie kaufen? Ganz einfach: Der nächste große Wachstumstreiber steht schon vor der Tür, obwohl er gleichzeitig für den Kursrückgang verantwortlich ist. Namentlich: Mobile-Games. Die starken Marken aufs Smartphone zu bringen, dürfte zusätzliche Umsatzquellen in Form einer neuen Zielgruppe erschließen.

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  • Benedikt Kaufmann -
    Ich muss Ihnen größtenteils zustimmen. Mobile ist ein junger Markt und entsprechend hart umkämpft. Zudem dürfte das Branding für Mobile-Spieler weniger entscheidend sein als für PC-Enthusiasten. Dennoch dürfte m.A. Blizzard durch Mobile-Games zusätzliche Nutzergruppen ansprechen. Bei Diablo Immortal z.B. PC-Spieler, die mit der Reihe vertraut sind und dem „Port“ eine Chance geben, und Mobile-Spieler, die womöglich rein zufällig auf das Spiel stoßen, auch wenn sie nur 2 bis 3 Wochen spielen. Denn aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist egal ob die zusätzliche Zielgruppe Blizzard kennt oder lange spielt, solange Sie den extra Fünfer für irgendwelche Pixel zahlen. Wie viel ein Mobile-Game erlösen kann, zeigt Arena of Valor (ein League of Legends Clon) – ca. $3,5Mrd. seit Release 2015. Beste Grüße!
  • Hans Gans -
    Der mobile Markt ist stark umkämpft. Es gibt viele Wettbewerber noch mehr als bei PC spielen. Zudem sind die Nutzer von Mobile Games schnell wechselwillig. Dass heißt man spielt 2-3 Wochen und hat schon ein neues Spiel. Zudem sind die Blizzard Marken bei der Zielgruppe nicht allen geläufig. Bei einer Hausfrau ist das egal obs vom Blizzard kommt oder eine Farmsimulation von einen anderen Anbieter.

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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