Activision Blizzard
- Benedikt Kaufmann

Activision Blizzard, Electronic Arts und Take-Two – die Großen sind Top

Die Marktforscher der NPD Group veröffentlichten gestern die US-Verkaufszahlen für Videospiele im September. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein deutlicher Umsatzanstieg festzustellen. Stark waren im September insbesondere die Sportspiele von Electronic Arts und Take-Two – überraschend der Erfolg von Activision Blizzards Destiny 2.

Insgesamt wuchsen die Videospielverkäufe um 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Betrachtet man die Plattformen getrennt voneinander, zeigen sich ein starker Monat für Konsolen- und Mobile-Games (plus 52 Prozent auf 726 Millionen Dollar) und ein schwacher September für PC-Spiele (minus 20 Prozent auf 18 Millionen Dollar).

Die Top-Seller im Überblick

Top-Seller war Destiny 2 von Activision Blizzard. Der MMO-Shooter ist mit den Verkäufen von nur einem Monat (Veröffentlichung war am 6. September) das aktuell meistverkaufte Spiel des Jahres 2017 und wird auf Zwölfmonatssicht nur von Call of Duty: Infinite Warfare (ATVI) und Battlefield 1 (EA) überholt. Hier ist anzumerken, dass Destiny 2 bisher nur als Konsolen-Version erschienen ist. Die PC-Fassung erscheint heute, den 24. Oktober, und dürfte zusätzliche Absätze bringen.

Auf dem zweiten Platz findet sich das Sportspiel NBA 2k18 von Take-Two wieder. Die Plätze Drei, Vier und Acht belegen die Sportspiele Madden NFL 18, FIFA 18 und NHL 18 von Electronic Arts. Das nächste große Release von EA dürfte Star Wars: Battlefront 2 werden – bei TTWO bereiten sich die Fans auf Red Dead Redemption 2 vor.

Positive Trends beflügeln die Branche

Die drei großen Hersteller profitieren von den steigenden Ausgaben für Videospiele, denn mit dem Kauf einer Vollversion zwischen 40,00 und 60,00 Euro ist es heutzutage nicht mehr getan. Die Top-Spielekonzerne setzen auf fortlaufende Monetarisierung ihrer Spielereihen durch Mikrotransaktionen oder DLCs. Laut den Marktforschern von Newzoo wächst der Gesamtmarkt bis 2020 um durchschnittlich 6,2 Prozent jährlich. In diesem Jahr dürften rund 109 Milliarden Dollar erwirtschaftet werden. Zeitgleich gehen in einem anhaltenden Trend die physischen Verkäufe zurück und die digitalen Verkäufe ziehen an – das spart Kosten.

Diese anhaltenden Trends machen die Aktien von Activision Blizzard (+71 Prozent seit Jahresanfang), Electronic Arts (+44 Prozent) und Take-Two (+115 Prozent) zu Investoren-Lieblingen. DER AKTIONÄR empfiehlt dabei zu bleiben und Gewinne laufen lassen.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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