Aareal Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Aareal Bank: Auch ohne Sonderdividende attraktive Rendite

Die Aareal Bank gilt als stockkonservativ. Teure Rechtsstreitigkeiten oder langwierige Umbauarbeiten wie bei Deutscher Bank und Co. gibt es hier nicht. Stattdessen hat sich das Geldhaus über die Jahre zu einer Dividendenperle gemausert. Doch die Aussicht auf eine zusätzliche Sonderdividende im laufenden Jahr hat sich jetzt eingetrübt. Das hat handfeste Gründe.

Der Konzern verfügt aktuell über eine starke Eigenkapitalausstattung – die harte Kernkapitalquote beträgt 16,6 Prozent. CEO Merkens hält einen Wert von 15,7 Prozent für ausreichend. Alles was darüber liegt ist überschüssiges Kapital. Das wollte die Bank an die Eigentümer ausschütten, sofern es bis Ende des Jahres keine Übernahme gegeben hätte.

Aareal Bank greift bei Düsselhyp zu

Nun hat die Aareal Bank allerdings die Düsseldorfer Hypothekenbank (Düsselhyp) für 162 Millionen Euro unter dem rechnerischen Wert gekauft. Laut dem Konzern bedarf die Transaktion noch der behördlichen Genehmigung und soll noch in 2018 erfolgen. Aus der Erstkonsolidierung ergibt sich ein positiver Einmaleffekt von 52 Millionen Euro. Die Aareal Bank hebt deshalb ihre Gewinnprognose auf die Spanne von 312 bis 352 Millionen Euro für das Gesamtjahr an. Zuvor lag die Schätzung bei 260 bis 300 Millionen Euro.

Attraktives Investment

Die Sonderdividende bei der Aareal Bank fällt mit der Übernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank wohl aus, nachdem der Konzern ankündigte entweder zuzukaufen oder an die Aktionäre auszuschütten. Allerdings beträgt die Rendite schon jetzt 7,2 Prozent. Zudem macht die Akquisition langfristig Sinn. Die Aareal Bank kann auf eine erfolgreiche Vergangenheit bei der Integration von Kaufobjekten zurückblicken, wie sie zuletzt mit der Corealcredit und WestImmo bewiesen hat. Zudem wurde die Düsselhyp unter Buchwert gekauft.

Die Aktie der Arreal Bank ist auch unabhängig von der Dividendenrendite mit einem KGV von 13 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 attraktiv bewertet. Aufgrund des angeschlagenen Chartbilds warten Anleger vor einem Neueinstieg aber dennoch ab, bis die Aktie wieder über der 200-Tage-Linie bei 37,29 Euro notiert. Wer bereits investiert ist, bleibt dabei und beachtet den Stopp bei 33,00 Euro.

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