Electronic Arts
- Benedikt Kaufmann

„Erwartungen nicht erfüllt“ – Electronic Arts nach Zahlen minus 15% – Aktie jetzt hochinteressant

Electronic Arts rauscht im dritten Quartal nicht nur an den eigenen Erwartungen, sondern auch an den Analysten-Schätzungen meilenweit vorbei. Die Aktie reagiert auf die Quartalszahlen heftig mit einem Minus von 15 Prozent. Aber Schnäppchenjäger aufgepasst, denn das KGV von 15 und das aussichtsreiche Spieleportfolio macht die Aktie jetzt hochinteressant.

Electronic Arts erzielte im dritten Quartal 2019 einen Umsatz von 1,29 Milliarden Dollar und verpasste damit deutlich die Erwartungen der Analysten von 1,75 Milliarden Dollar. Die Gewinne je Aktie lagen bei 0,86 Dollar.

Trotz einer Umsatzsteigerung von elf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartalt waren die Anleger gewaltig enttäuscht. Sicherlich ist der schwache wirtschaftliche Erfolg des Konzerns auch auf die starke Konkurrenz von „Fortnite“ oder „Red Dead Redemption“ zurückzuführen. Doch EA hat mit dem neusten Teil der Battlefield-Reihe schlichtweg nicht das geliefert, was die Fans der Reihe erwarteten.

CEO Andrew Wilson sagte, man habe die Erwartungen nicht erfüllt und dürfte mit den Schwierigkeiten auch im vierten Quartal zu kämpfen haben. Entsprechend senkte die Unternehmensführung die Prognose für das laufende Fiskaljahr. Nach dem zweiten Quartal erwartete Electronic Arts noch Umsätze in Höhe von 5,15 Milliarden Dollar – aktuell sollen es nur noch 4,88 Milliarden sein. Laut Konzernchef Wilson will sich EA jedoch auf eine optimierte Kostenstruktur fokussieren, damit die Gewinne nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

Jetzt hochinteressant!

„Battelfield V“ konnte nicht abliefern und versaute EA das dritte Quartal. Der Kursschock sollte angesichts der um 36 Prozent verpassten Analysten-Erwartungen nicht überraschen. DER AKTIONÄR geht sogar davon aus, dass sich die Verluste in den kommenden Tagen noch intensivieren könnten.

Angesichts eines KGV für die nächsten zwölf Monate von 15 bleibt die Aktie jedoch hochinteressant. Die Veröffentlichungen von „Anthem“ und „Apex Legends“ könnte zum Jahresende noch einmal überraschen, es gilt jedoch abzuwarten, bis nach dem 15 Prozent Kursrutsch ein Boden gefunden ist. Der Bereich zwischen 75 und 80 Dollar sollte hier beobachtet werden.

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