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Bayer verklagt Johnson & Johnson – Aktie fällt und fällt

Bayer verklagt Johnson & Johnson – Aktie fällt und fällt
Foto: Bayer AG
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Michel Doepke Heute, 08:30 Michel Doepke

Der DAX-Konzern Bayer will sich in den Vereinigten Staaten juristisch gegen Johnson & Johnson wehren. Der Hintergrund für die Klage ist potenziell irreführende Werbung für ein Prostatakrebs-Medikament der Amerikaner, wodurch diese sich ein Vorteil auf dem milliardenschweren Markt verschafft haben könnten.

Bayer ist der Meinung, dass die Behauptungen von Johnson & Johnson zu Nubeqa zutiefst fehlerhaft seien und absichtlich darauf abzielen würden, den Absatz von Erleada von Johnson & Johnson zu steigern, heißt es in einer Pressemitteilung der Leverkusener. Die Klage fordere neben Schadenersatz auch einstweilige und dauerhafte Unterlassungsverfügungen.

Anfang des Monats publizierte Johnson & Johnson eine "Real-World-Direktvergleichsanalyse" zwischen Erleada und Nubeqa (Darolutamid), die laut Bayer "fehlerhaft" sei und Patienten respektive Gesundheitsdienstleistern "falsche Informationen" vermittle.

"Die Überlegenheitsbehauptungen zu Erleada basieren auf wissenschaftlich fehlerhaften Daten und werden nicht durch eine echte direkte klinische Studie gestützt", so Bayer. "Weitere Probleme mit der Real-World-Datenanalyse von Johnson & Johnson sind: fast ausschließlich nicht zugelassene Verwendung von Nubeqa; kurze Nachbeobachtungszeit von weniger als 24 Monaten für die Mehrheit der Patienten; stark unterschiedliche Größe der Behandlungsgruppen; minderwertige Datenquellen als Grundlage für die Überprüfung; und unzureichende Kontrolle von Begleiterkrankungen."

Nubeqa ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber im Pharma-Portfolio von Bayer. Das Prostatakrebs-Medikament hat bereits Blockbuster-Status erreicht und wird wohl einen Spitzenumsatz von gut drei Milliarden Euro pro Jahr erreichen können.

Bayer (WKN: BAY001)

Wie sich der Fall zwischen Bayer und Johnson & Johnson weiterentwickeln wird, steht derzeit noch in den Sternen. Bei der Aktie des DAX-Unternehmens ist indes vorerst die Luft raus. Anleger bleiben vor der Zahlenvorlage am kommenden Mittwoch an der Seitenlinie.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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