Sony: PlayStation 5 treibt Umsatzwachstum – darum fällt die Aktie

Sony: PlayStation 5 treibt Umsatzwachstum – darum fällt die Aktie
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Julian Weber Heute, 14:25 Julian Weber

Sony liefert zum Jahresende ein starkes Zahlenwerk. Im Dezemberquartal überzeugen die Japaner mit einem deutlich höherem Gewinn und heben den Jahresausblick an. Die Gaming-Sparte mit der PlayStation erwies sich aufgrund der Größe erneut als Wachstumsmotor. Steigende Kosten lasten jedoch auf der Aktie.

Sony hat den operativen Gewinn im Dezemberquartal um 22 Prozent auf 515 Milliarden Yen (umgerechnet rund 2,78 Milliarden Euro) gesteigert und lag damit klar über den Analystenerwartungen von rund 463 Milliarden Yen. Der Umsatz erhöhte sich leicht um ein Prozent auf 3,71 Billionen Yen und übertraf ebenfalls die Schätzungen. Nach dem Ergebnisrückgang im Vorquartal markiert der Gewinnsprung markiert eine deutliche Erholung.

Der wichtigste Ergebnistreiber blieb das Segment Game and Network Services. Der operative Gewinn stieg hier um 19 Prozent auf 140,8 Milliarden Yen. Sony verkaufte im Quartal acht Millionen PlayStation 5. Noch entscheidender war jedoch die Entwicklung jenseits der Hardware. Die Softwareverkäufe legten auf 97,2 Millionen Einheiten zu, gestützt durch neue Blockbuster externer Publisher wie Battlefield 6 und Call of Duty: Black Ops 7 sowie eigene Titel. Hinzu kam ein Rekordwert von 132 Millionen monatlich aktiven Nutzern, der die Erlöse aus Abonnements und digitalen Inhalten erhöhte. Gleichzeitig verschlechterte sich allerdings die Marge im Hardwaregeschäft, da die Preise für Speicherbauteile deutlich anzogen.

Das Musikgeschäft entwickelte sich weiterhin stabil und planbar. Der operative Gewinn stieg um gut neun Prozent auf 106,4 Milliarden Yen. Wachstum kam aus dem Streaminggeschäft, aber auch aus Live-Events und Merchandising, die im Weihnachtsquartal besonders stark liefen. Der hohe Anteil wiederkehrender Umsätze macht das Segment zu einem zentralen Stabilitätsfaktor im Konzern.

Besonders dynamisch präsentierte sich Image and Sensing. Der operative Gewinn sprang um 35 Prozent auf knapp 132 Milliarden Yen. Hintergrund war eine mehr als 20-prozentige Umsatzsteigerung bei Bildsensoren, die unter anderem in High-End-Smartphones eines großen US-Kunden eingesetzt werden. Sony profitiert hier von seiner Fokussierung auf leistungsstarke Sensoren für Premiumgeräte, die weniger anfällig für Nachfrageschwächen im Massenmarkt sind.

Ausblick angehoben

Den Jahresausblick hob Sony an. Der operative Gewinn soll nun 1,54 Billionen Yen erreichen, nach zuvor 1,43 Billionen Yen. Der Umsatz wird bei 12,3 Billionen Yen erwartet. Ausschlaggebend sind höhere Gewinne in Musik und Halbleitern sowie positive Währungseffekte. Steigende Speicherpreise bleiben zwar ein Belastungsfaktor, konnten im bisherigen Jahresverlauf jedoch operativ überkompensiert werden.

Sony (WKN: 853687)

Die Sony-Zahlen sind besser als erwartet ausgefallen. Jedoch hatten sich Anleger beim Ausblick mehr erhofft und die steigenden Speicherpreise dämpfen die Erwartungen. Die in Frankfurt notierten Papiere verlieren zur Mittagszeit rund 2,5 Prozent. Einen Wendepunkt stellen die Q3-Zahlen jedoch nicht da. Ein Einstieg drängt sich nicht auf.

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