Trotz der angespannten Lage zwischen den USA und Venezuela zeichnen sich beim deutschen Leitindex zum Start in die neue Handelswoche Kursgewinne ab. Im ganz frühen Handel notiert das Aktienbarometer um etwa 0,4 Prozent höher. Bevorstehende Konjunkturdaten könnten den DAX im Laufe der ersten vollständigen Handelswoche des neuen Jahres weitere Impulse liefern.
Dicht gepackt ist das Programm unter anderem am Dienstag. Dann werden insbesondere die Verbraucherpreise wichtiger Bundesländer und die Inflationsdaten für Deutschland insgesamt für Aufmerksamkeit sorgen.
Am Freitag richtet sich der Fokus auf die monatlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA. Die jüngsten US-Jobdaten, die wegen der Teilschließung von Bundesbehörden erst mit Verspätung Mitte Dezember veröffentlicht worden waren, hätten zwar gezeigt, dass es alles in allem immer noch einen spürbaren Anstieg bei der Beschäftigung gebe, schrieb Dirk Chlench, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg. Dem stehe jedoch im Hinblick auf die US-Geldpolitik ein Anstieg der Arbeitslosenquote entgegen.
Der US-Angriff auf Venezuela treibt zum Start in die neue US-amerikanische Öl-Aktien an. Im frühen Handel könnten die Anteile von Chevron, ExxonMobil und Co satte Zugewinne verbuchen.
Unter den Einzelwerten dürften auf dem deutschen Kurszettel allen voran die größten Gewinner und Verlierer des ersten Handelstages des Jahres im Fokus stehen. Im DAX rutschte die Aktie von SAP zum Start ins Jahr 2026 auf ein neues 52-Wochen-Tief ab und markierte damit ein frisches Verkaufssignal.
Ein Top-Start hingegen konnte das Papier von Aixtron hinlegen. Am vergangenen Freitag legte der Nebenwert prozentual zweistellig zu. Im SDAX brillierte erneut Verbio mit einem Plus von rund fünf Prozent. Bereits einen Handelstag zuvor gehörte die Aktie des Biosprit-Herstellers zu den Outperformern am deutschen Aktienmarkt.
Der DAX präsentiert sich trotz anhaltender geopolitischer Spannungen in einer robusten Verfassung zum Start ins neue Jahr. DER AKTIONÄR wird über die wichtigsten bevorstehenden kursrelevanten Ereignisse berichten.
Enthält Material von dpa-AFX
05.01.2026, 07:15