Der Bitcoin ist am Dienstag weiter unter Druck geraten und fiel um mehr als fünf Prozent auf unter 63.000 Dollar. In der Spitze rutschte die Kryptowährung bis auf 62.701 Dollar ab. Hintergrund sind nicht zuletzt zunehmende Handelskonflikte und wachsende geopolitische Spannungen, die Anleger aus risikoreichen Anlagen treiben.
Marktbeobachter sprechen weniger von einem spezifischen Krypto-Schock als von einer klassischen Neubewertung des Risikos. Vieles deute auf eine taktische Reduzierung von Positionen hin – nicht auf einen grundsätzlichen Abschied vom Markt.
Für zusätzliche Nervosität sorgt die US-Politik: Präsident Donald Trump stellte binnen zehn Tagen eine Entscheidung über einen möglichen Militärschlag gegen den Iran in Aussicht. Die USA verlegen bereits weiteres militärisches Gerät in den Nahen Osten.
„Der entscheidende Punkt ist, dass Bitcoin weiterhin sehr sensibel auf globale Liquiditätsbedingungen reagiert. Wenn die Märkte Handelspolitik als Verschärfung der finanziellen Bedingungen interpretieren, wird Krypto das zuerst zu spüren bekommen“, sagte Billy Leung, Investmentstratege bei Global X Australia.
Seit dem Rekordhoch von über 125.000 Dollar im Oktober hat sich das Chartbild massiv eingetrübt. 2026 steht bislang ein Minus von 27 Prozent zu Buche, vom Hoch aus beträgt der Abschlag rund 50 Prozent.
Der Bitcoin befindet sich in einer kritischen Phase, das Chartbild ist klar angeschlagen. Eine wichtige Unterstützung stellt das bisherige Februar-Tief bei gut 60.000 Dollar dar. Dieses sollte unbedingt verteidigt werden, soll sich das Chartbild nicht noch weiter eintrüben. Die Marke von 60.000 Dollar steht am Markt besonders im Fokus. Im Bullenjahr 2021 scheiterte Bitcoin nach zwei Versuchen daran, diese runde Schwelle nachhaltig zu überwinden. Auch 2024 bewegte sich die Kryptowährung über weite Strecken immer wieder um dieses Niveau. Neueinsteiger warten eine klare Trendwende im Chart ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Heute, 06:39