SFC Energy will nach einem schwierigen Jahr 2025 wieder auf Wachstumskurs gehen – und setzt dabei verstärkt auf das Verteidigungs- und Sicherheitsgeschäft. Vorstandschef Peter Podesser sieht den Brennstoffzellenspezialisten seit Jahresbeginn wieder klar im Aufwind. An der Börse kommt das ganz gut an.
Im abgelaufenen Jahr erzielte SFC Energy einen Umsatz von 143,3 Millionen Euro – etwas weniger als im Vorjahr und unter den Erwartungen von Markt und Unternehmen. Das operative Ergebnis sank um knapp ein Viertel auf 16,7 Millionen Euro, lag damit aber über den Analystenschätzungen.
Für das laufende Jahr stellt der Firmenlenker nun einen Konzernumsatz von 150 bis 160 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von 20 bis 24 Millionen Euro in Aussicht. Analysten erwarten beim Umsatz im Schnitt etwas mehr, beim operativen Gewinn liegen ihre Schätzungen am unteren Ende der Prognosespanne.
Wichtig dabei: Der Auftragseingang entwickelt sich dynamisch, dem Vernehmen nach stehen mehrere größere Projekte vor einer Entscheidung.
Strategisch rückt das Verteidigungsgeschäft stärker in den Fokus. Der Umsatzanteil dieses Segments soll 2026 auf 15 bis 20 Prozent steigen. Zusammen mit zivilen Sicherheitsanwendungen würden dann rund 60 Prozent der Konzernerlöse aus diesen Bereichen stammen.
Nachdem SFC Energy im vergangenen Sommer die Jahresprognose überraschend deutlich gesenkt und im Herbst die Erwartungen weiter eingetrübt hatte, sind die aktuellen Zahlen ein erster Lichtblick. Am Markt werden vor allem die soliden Margen und der strategische Fokus auf margenstärkere Anwendungen positiv gewertet. Entscheidend dürfte nun sein, ob sich der verbesserte Auftragseingang tatsächlich zeitnah in steigenden Umsätzen niederschlägt. Weitere Details will das Unternehmen spätestens mit dem vollständigen Geschäftsbericht am 26. März vorlegen. Risikobewusste Anleger können nach der jüngsten Stabilisierung auf ein Comeback der Aktie spekulieren – und einen ersten Fuß in die Tür stellen.
Heute, 07:39