Das ist womöglich die Befreiung, auf die Palantir-Anleger gewartet haben: Nachbörslich zieht die Aktie heute zunächst um rund 7,6 Prozent auf 157 Dollar an und steht damit wieder über der wichtigen Unterstützungszone um 150 Dollar. Entscheidend wird, ob das Niveau am Dienstag im regulären Handel hält, nachdem zuletzt ein Abrutschen des Kurses drohte.
Palantir liefert nicht nur solide Zahlen, sondern vor allem eine Prognose, die deutlich über den Erwartungen liegt. Für 2026 stellt das Unternehmen einen Umsatz von 7,18 bis 7,20 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt nur 6,27 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Auch der Ausblick für das laufende Quartal fällt stark aus: Palantir rechnet mit 1,53 bis 1,54 Milliarden Dollar Umsatz. Der Markt hatte rund 1,34 Milliarden Dollar erwartet.
Auch im abgelaufenen vierten Quartal übertrifft Palantir die Schätzungen. Der Umsatz steigt um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar (Erwartung: 1,33 Milliarden). Beim bereinigten Gewinn je Aktie meldet der Konzern 25 Cent nach 23 Cent Konsens. Das bereinigte EBITDA liegt mit 805,5 Millionen Dollar ebenfalls klar über den Erwartungen.
Besonders auffällig: Palantir wächst weiter massiv in den USA. Die Firma profitiert von der KI-Welle und der starken Nachfrage aus dem Regierungsumfeld. In einem Umfeld, in dem viele Softwarewerte zuletzt unter Bewertungsangst litten, wirkt diese Kombination wie ein Schutzschild.
Trotz der Kurserholung bleibt Palantir eine extreme Aktie: Der Kurs war seit dem November-Hoch rund 29 Prozent gefallen und lag seit Jahresbeginn deutlich im Minus. Gleichzeitig ist die Bewertung weiterhin sportlich. Umso wichtiger ist, dass Palantir jetzt wieder liefert und den Markt mit dem Ausblick überrascht.
Damit hat sich auch die AKTIONÄR-Einschätzung als richtig erwiesen: In den vergangenen Monaten wurde mehrfach auf das begrenzte Aufwärtspotenzial hingewiesen, während die Redaktion trotzdem investierten Anlegern dazu geraten hat, die seit Empfehlung deutlich im Plus liegende Aktie weiter zu halten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies.
02.02.2026, 22:26