Gute Nachrichten kommen am Freitag nach Börsenschluss von Westwing. Der E-Commerce-Konzern hat nach einem starken vierten Quartal die Prognose angehoben. Das kommt an der Börse gut an. Auf Tradegate legt der AKTIONÄR-Hot-Stock mehr als 15 Prozent zu. Das Mehrjahreshoch rückt in greifbare Nähe.
Westwing hat im vierten Quartal das Bruttowarenvolumen (GMV) dank starker Verkäufe in der Black Week und zum Jahresende zum Vorjahr um neun Prozent auf 163 Millionen Euro gesteigert. Für das Gesamtjahr steht somit ein Plus beim GMV von zwei Prozent auf 507 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz dürfte demnach rund 449 Millionen Euro (ein Plus von einem Prozent) betragen und damit im oberen Bereich der Zielspanne von 425 bis 455 Millionen Euro liegen.
Vor allem bei der Profitabilität lief es bei Westwing zuletzt besser als gedacht. Der Konzern erwartet nun für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA von 42 bis 45 Millionen Euro statt bislang „am oberen Ende des Korridors“ von 25 bis 35 Millionen Euro. Die Marge dürfte somit neun bis zehn Prozent betragen. Dank eines Netto-Cashflows von 25 Millionen Euro schloss Westwing das Jahr zudem mit einer positiven Netto-Cash-Position von 94 Millionen Euro ab.
„Wir haben die zweite Phase unseres dreistufigen Plans zur Wertsteigerung erfolgreich abgeschlossen und mit hoher Geschwindigkeit die Wachstumshebel der dritten Phase in Gang gesetzt“, zeigte sich CEO Andreas Hoerning zufrieden. Endgültige Zahlen wird Westwing erst am 26. März veröffentlichen. Dann soll auch der Ausblick für das laufende Jahr 2026 folgen.
Die Umstellung bei Westwing auf ein kleineres, aber hochwertigeres Sortiment zahlt sich aus. Die erneute Anhebung der Prognose ist stark. Entsprechend überrascht der Kurssprung auch nicht. Der Hot-Stock des AKTIONÄR aus Ausgabe 34/25 notiert in Schlagdistanz zum Mehrjahreshoch bei 14,00 Euro. Der Ausbruch darüber wäre ein starkes Kaufsignal.
16.01.2026, 19:05