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- Marion Schlegel - Redakteurin

Yahoo profitiert vom IPO-Wahnsinn: Der Countdown für Alibaba läuft

Das ganze Jahr über hat der chinesische Onlineriese Alibaba seinen Mega-Börsengang vorbereitet - jetzt wird es ernst. Bis zu 24 Milliarden Dollar schwer werden könnte das Aktiendebüt, doch dafür müssen Investoren mitziehen. Am Montag startet in New York die sogenannte "Roadshow", auf der Alibaba-Manager mit Unterstützung von Investmentbankern die Werbetrommel für das Unternehmen rühren. Zwei Teams sollen einen regelrechten Präsentationsmarathon stemmen: 100 Treffen mit potenziellen Anlegern in nur zehn Tagen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, wird "Team Orange" von Alibaba-Vizechef Joe Tsai geleitet, der auch federführend bei den Planungen für den Börsengang war. An der Spitze von "Team Red" sollen Finanzchefin Maggie Wu und COO Daniel Zhang stehen.

Börsenstart in gut einer Woche
Nach dem Auftakt in Amerika soll die Tour in Europa weitergehen, danach folgen der Mittlere Osten und Asien. Das Unternehmen will zunächst bis zu 21,1 Milliarden Dollar (16,3 Milliarden Euro) bei Aktionären einsammeln, durch eingeräumte Zusatzrechte von Investmentbanken könnten es am Ende sogar bis zu 24,3 Milliarden werden. Damit wäre es der größte Börsengang aller Zeiten. Ab dem 19. September sollen die Aktien des Unternehmens an der Wall Street gelistet werden. Zuvor will der Online-Händler die angebotenen 320 Millionen Papiere, deren Preisspanne auf zunächst 60 bis 66 Dollar festgelegt wurde, bei der internationalen "Roadshow" unter die Anleger bringen.

Yahoo-Aktie haussiert
Großer Profiteur des Alibaba-Börsengangs ist Yahoo. Seit Wochen klettert die Aktie unaufhaltsam nach oben. Kein Wunder – hält Yahoo doch 24 Prozent an dem chinesischen Unternehmen. Zuletzt gelang es der Yahoo-Aktie sogar bei 42,06 Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch zu markieren. Das nächste Kursziel ist nun das Mehrjahreshoch vom Januar 2006 bei 43,66 Dollar. Gelänge auch der Sprung darüber, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht für Yahoo nach oben frei. Anleger bleiben deswegen weiterhin investiert, ziehen den Stopp aber auf 24,50 Euro nach.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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