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- Jonas Groß - Volontär

Xing-Konkurrent LinkedIn: So geht es nach dem Kurseinbruch weiter

Kursrückgang um 20 Prozent! Die letzte Woche veröffentlichten Geschäftszahlen des Karriere-Netzwerks LinkedIn enttäuschten die Anleger. Der Verlust des Unternehmens stieg im ersten Viertel im Jahresvergleich von 13 auf 43 Millionen Dollar. Der angepeilte Gewinn pro Aktie für das restliche Geschäftsjahr liegt mit 1,90 Dollar weit unter den Analystenerwartungen von 3,05 Dollar. Ein Lichtblick der Geschäftszahlen war der Umsatz. Dieser nahm um ein Drittel auf 638 Millionen Dollar zu.

Milliardenschwere Übernahme

LinkedIn erhofft sich, durch eine Übernahme mittel- bis langfristig die Geschäftslage zu verbessern. Wie bereits im April angekündigt, wird LinkedIn die Online-Tutorial-Plattform Lynda.com kaufen. Die Plattform bietet Videolehrgänge, unter anderem für Sprachen und den Umgang mit Computerprogrammen. Die Übernahme soll im zweiten Quartal dieses Jahres über die Bühne gehen. Der Preis beträgt 1,5 Milliarden Dollar. Wie LinkedIn berichtet, wird sich der Erwerb auf die Zahlen für das zweite Quartal und auf die Jahresbilanz auswirken. Das Unternehmen erwartet nach einem Bericht des Wall-Street-Journals, sich davon Ende 2016 zu erholen.

 

Finger weg!

Die Nutzerzahlen stiegen zwar im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 350 Millionen, dennoch ist die Lage bei LinkedIn sehr angespannt. Durch den Kurseinbruch wurde der Aufwärtstrend durchbrochen. Wie sich die Übernahme langfristig auf die Geschäftslage auswirkt, bleibt abzuwarten. Aufgrund der angespannten fundamentalen und charttechnischen Lage rät DER AKTIONÄR zur Vorsicht.

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