Xing
- Jonas Groß - Volontär

Xing: Guter Ausblick für 2015

Am Mittwoch wurden vom Xing-Vorstand in Hamburg Prognosen für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht. Demnach rechnet Xing mit einem deutlichen Gewinnplus. Allerdings erwartet das Online-Karrierenetzwerk einen operativen Verlust im Veranstaltergeschäft. Er soll aber niedriger ausfallen als zuletzt. Der Konzernumsatz dürfte kräftig zulegen.

Bestätigung der Zahlen für 2014

Die Eckdaten zum abgelaufenen Jahr bestätigte der Konzern. Der Umsatz war um ein Fünftel auf 101,4 Millionen Euro gestiegen, das Ebitda um 28 Prozent auf 29,2 Millionen. Eine Abschreibung von gut 7 Millionen Euro auf das Veranstaltergeschäft, in dem unter anderen Dienstleistungen rund um Branchentreffen gebündelt sind, hatte den Nettogewinn um ein knappes Drittel auf 6,2 Millionen Euro einbrechen lassen.

Hintergründe zur Xing-Rallye erfahren Sie in folgendem Interview:

 

Zukäufe möglich

Die Wachstumsziele passen zu den mittelfristigen Ambitionen des Plattformspezialisten. Im kommenden Jahr sollen rund 150 Millionen Euro an Erlösen eingefahren werden. Commerzbank-Analystin Heike Pauls hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass Xing dieses Ziel packen kann. Das Unternehmen strebt vor allem organisches Wachstum an, blickt sich aber auch weiter nach Zukäufen um. Im Januar hatte sich die Gesellschaft durch das Online-Jobportal jobbörse.com verstärkt.

 

Neues Allzeithoch

Die Xing-Aktie kletterte nach Bekanntgabe des Ausblicks zunächst um drei Prozent und erreichte ein neues Allzeithoch bei 170,20 Euro. Das Papier legte in den ersten Wochen des Jahres um mehr als 80 Prozent zu.

Analyst Lars Dannenberg von Hauck & Aufhäuser sieht vor allem die Neubewertung von Xing im Bezug auf den Peer Linkedin als Grund für den starken Kurszuwachs. Demnach habe Xing in allen relevanten Kategorien noch Nachholbedarf auf den US-Konkurrenzen. Als zweiten Grund führt der Experte an, dass der Markt Xing nun als Premiumnetzwerk erkenne.

DER AKTIONÄR rät investierten Anlegern, aufgrund des aktuell starken Momentums dabei zu bleiben. Neuanleger nutzen Rücksetzer zum Einstieg. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.

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| Julia Breuing | 0 Kommentare

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