Wirecard
- Jochen Kauper - Redakteur

Real-Depot-Wert Wirecard knackt wichtigen Widerstand

Am Mittwoch legt Wirecard die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal vor. Bereits Ende Oktober hat die Firma die Eckdaten für die ersten neun Monate vorgelegt und damit erneut die Analysten überzeugt. Wirecard profitiert von der steigenden Bereitschaft der Menschen via Kredit- oder EC-Karte zu bezahlen.

Apple-Pay sorgt für Fantasie

Die Basis dafür bildet der steigende E-Commerce. Eine Art Sonderkonjunktur könnte für Wirecard sogar noch hinzu kommen: Kein geringerer als Apple-Chef Tim Cook könnte das Wachstum von Wirecard beschleunigen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple den Weg für den Siegeszug einer neuen Technologie ebnet. Apple gilt als Visionär, als Trendsetter. Vor kurzem hat Apple nämlich das Bezahlsystem „Apple Pay“ vorgestellt. Noch steckt bezahlen via Handy in den Kinderschuhen. Doch die Bereitschaft der Bürger ist da. Laut einer Umfrage wären 71 von 100 Menschen bereit, ihre Parkgebühren mit dem Handy zu bezahlen. 50 von 100 würden sogar ihre Taxirechnung mit dem Smartphone begleichen. „Wirecard wird von diesem Trend profitieren“, sagt Bankhaus Lampe-Analystin Alexandra Schlegel.

Florierendes Geschäft

Wirecard bietet seinen Kunden wie zum Beispiel Online-Shops zum einen die Prüfung der Kreditwürdigkeit der Kunden vor Abschluss einer Transaktion an. Zum anderen wickelt Wirecard die komplette technische Durchführung des Bezahlprozesses ab. Heißt: ein Online-Shop kann die gesamte Bezahlprozedur inklusive der wichtigen Bonitätsprüfung des Kunden an Wirecard outsourcen. Wirecard verdient dabei nicht zu knapp: Die Transaktionsgebühr, die der Online-Shop dafür bezahlt, beträgt im Schnitt zwei Prozent der Transaktionssumme. Davon streicht rund 1,2 Prozent das Kreditkarteninstitut ein (Visa, Mastercard), 0,8 Prozent gehen an Wirecard.

Kaufen

Die Aktie hat vor wenigen Tagen wieder den Weg nach oben eingeschlagen. Am Montag wurde nach langer Durststrecke der wichtige Widerstand von 30 Euro nach oben geknackt. Jetzt gilt es, die 200-Tage-Linie und die Marke von 30,50 Euro zu überwinden. Nächstes Etappenziel wären dann 33 Euro. Analyst Lars Dannenberg von der Privatbank Hauck & Aufhäuser stellt ein Kursziel für die Wirecard-Aktie von 36,50 Euro in Aussicht. Die Aktie hat Potenzial. Kaufen!

 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 

 

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

WiWo: Drei Kaufgründe für Wirecard

Die Wirtschaftswoche erklärt, Unternehmen, die mit Finanz-Technologie Bank-Dienstleistungen effizienter und preisgünstiger machen, fordern die Banken heraus. Die Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers (PwC) schätzt, bis zum Jahr 2020 sind ein Fünftel der Bank-Dienstleistungen von diesen sogenannten … mehr