- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Werbestar vor Rausschmiss? Wirbel bei Munich Re

Der Versicherer Ergo Direkt steht vor einem Wechsel an der Führungsspitze. Der langjährige Chef der Ergo-Tochter, Peter Endres, habe bei Aufsichtsratschef Daniel von Borries ein Rücktrittsgesuch eingereicht, sagte ein Konzernsprecher dem Handelsblatt. Von Borries selbst sei auch als designierter Nachfolger für Endres im Gespräch. Insider berichteten der Zeitung, dass Endres' Rücktritt einem Rausschmiss gleiche. Ergo Direkt solle näher an die Konzernmutter heranrücken und nicht mehr so autark wie früher arbeiten.

Das Tochterunternehmen ging aus den KarstadtQuelle Versicherungen hervor, die bereits unter dem alten Namen zu Ergo gehörten. Ergo Direkt gilt innerhalb der Versicherungsgruppe als Erfolgsgeschichte, Endres wurde auch als Hauptdarsteller der Werbespots von Ergo Direkt bekannt. Der gesamte Ergo-Konzern gehört wiederum zum weltgrößten Rückversicherer Munich Re.

Analysten optimistisch

JPMorgan hat das Kursziel für Munich Re jüngst von 163 auf 172 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Einer der Gründe: Die Profitabilität im Leben-Rückversicherungsgeschäft sollte steigen.

Derzeit sind die Bullen unter den Analysten klar in der Mehrheit: 17 Experten stufen die Aktie der Münchener Rück mit „Kaufen“ ein. 15 Analysten raten, die Aktie zu halten. Fünf Analysten empfehlen den Aktionären der Münchener Rück, die Aktie zu verkaufen.

Top-Tipp bleibt ein Kauf

DER AKTIONÄR ist klar bullish für die Munich Re. Das Stühlerücken bei der Tochter dürfte das Geschäft nicht maßgeblich beeinflussen. Das Kursziel lautet 200 Euro, der Stopp sollte bei 124 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX.

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