DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Weltgrößter Fondsmanager: "Nichts spricht gegen Aktien"

Die Hausse am Aktienmarkt dauert nun schon mehr als acht Jahre. Seit seinem Tief im März 2009 hat der DAX rund 240 Prozent zugelegt. Kein Wunder, dass die Zahl der Pessimisten und Crash-Propheten stetig zunimmt. Doch der größte Vermögensverwalter der Welt hält nichts von Schwarzseherei. Der Aufschwung bei Aktien wird nicht nur ein paar Quartale, sondern noch Jahre anhalten.

Vor Kurzem hatte BlackRock nach London geladen, um seine Erwartungen für die Finanzmärkten zu kommunizieren. In seinem Ausblick für das zweite Halbjahr 2017 bleibt der amerikanische Vermögensverwalter, der rund 5,4 Billionen Dollar verwaltet, optimistisch für die Aktienmärkte. Richard Turnill, globaler Investmentstratege, sieht auf längere Zeit nichts, was gegen den Kauf von Aktien sprechen würde. "Wir sprechen von Jahren und nicht von Quartalen, wenn es um die Frage geht, wie lange der aktuelle Aktienzyklus noch andauert", sagte Turnill.

Stabiles Umfeld für Aktien

Seine Zuversicht begründet Turnill mit dem Umfeld, das "stabiler kaum sein könnte". Dafür sorgt einerseits die starke Weltkonjunktur, aber auch die Politik der Notenbanken, bei der er keine überraschenden Änderungen erwartet.

Kaum Gefahr geht laut Turnill auch von der geringen Schwankungsanfälligkeit der Aktien aus. "Dies darf nicht per se als Risiko gedeutet werden", sagt er. Während eine hohe Volatilität ein Kaufsignal bedeute, sei ein tiefes Niveau wie aktuell nicht als Verkaufssignal zu deuten. Im Gegenteil: Der Investmentstratege geht davon aus, dass die historisch niedrige Vola die Anleger noch über eine längere Zeit begleiten werde.

Kaufchancen in Europa

Kaufchancen sieht der Startege vor allem in Europa, Japan und in den Schwellenländern. Wenig Potenzial sieht Turnill bei amerikanischen Titeln.

DER AKTIONÄR ist mit dem DAX-Turbo DGS39Y aktuell auf der Long-Seite positioniert. Kurzfristig ist es wichtig, dass sich der deutsche Leitindex über 12.600 Punkten hält, um sich die Chance auf einen Anstieg bis zum alten Rekordhoch zu bewahren. Nach unten sichert die Marke von 12.500 Punkten ab.

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