Nel ASA
- Michel Doepke - Redakteur

Wasserstoffperle Nel erhöht die Schlagzahl: Auf in die Schweiz!

Auf Südkorea folgt die Schweiz: Nel kann den nächsten Auftrag vermelden. Dieses Mal wurden die Norweger beauftragt, einen PEM-Elektrolyseur in die Alpenrepublik zu liefern. Damit lässt Nel-CEO Jon André Løkke den Worten im Interview mit DER AKTIONÄR Taten folgen – doch das könnte erst der Anfang sein.

Großes Potenzial in der Schweiz

Løkke betonte, dass der Vorstoß von Hyundai in Südkorea Folgen für andere Regionen hat: "Die Ankündigung von Hyundai hat an vielen anderen Stellen Konsequenzen. So verkaufen sie beispielsweise 1.000 Schwerlaster in die Schweiz. Und wir haben bereits Elektrolyseure an die Beteiligten in die Schweiz geliefert." Der CEO sieht für Brennstoffzellen-Trucks auch in anderen Ländern Potenzial: "Aber vielleicht genauso wichtig: Die Hyundai-Lkw können auch in andere europäische Länder verkauft werden. Ich weiß, dass einige norwegische Unternehmen oder Kunden diese Fahrzeuge ausprobieren wollen. Im Schwerlastverkehr passieren viele Dinge", so Løkke weiter.

Für die 1.000 Trucks in der Schweiz braucht es eine flächendeckende Betankungsinfrastruktur und Elektrolyse-Anlagen, um grünen Wasserstoff zu produzieren. Unterstützt wird das Vorhaben von H2 Energy.

Nel hat einen Fuß in die Tür gestellt

H2 Energy setzt auf verschiedene Partner, darunter auch der Wasserstoff-Pure-Player Nel. Wie die Norweger heute veröffentlichten, wird ein Proton PEM-Elektrolyseur (2 Megawatt) an die Hydrospider AG, einer H2-Energy-Tochter, im zweiten Halbjahr 2019 ausgeliefert. Gegenwert: Mehr als 3,0 Millionen Dollar. Damit soll grüner Wasserstoff für Wasserstoff-LKWs von Hyundai produziert werden. Der Auftrag ist der Bestandteil eines 30-Megawatt-Rahmenvertrages – dieser wiederum stelle die erste Phase von 60 bis 80 Megawatt dar, heißt es in der Pressemitteilung.

Am Ball bleiben

Nach dem Auftrag aus Südkorea kann Nel auch in der Schweiz punkten. Es bleibt dabei: Die norwegische Wasserstoffperle ist eine aussichtsreiche, wenngleich auch spekulative Wette auf die Wasserstoff-Technologie. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand.

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