Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Warum Goldcorp die bessere Barrick Gold ist

Privatanleger stürzten sich nach wie vor auf die Aktie von Barrick Gold. Kein Wunder: Bei dem Wert handelt es sich schließlich um den Marktführer, der im Zuge des Goldpreiseinbruchs gewaltig unter die Räder gekommen ist. Der Boden scheint mittlerweile erreicht. Doch der Turnaround fällt der Aktie sichtlich schwer.

Warum? Schließlich sind es nicht nur die Privatanleger, auch Branchengrößen wir George Soros haben in Barrick Gold investiert. Dennoch sollte man von der Aktie keine Wunder erwarten. Steigt der Goldpreis, wird auch Barrick Gold steigen. Oder, um es mit dem Worten eines Analysten zu sagen: Barrick Gold ist eine Aktie für einen Gold-Bullenmarkt. Verharrt der Goldpreis jedoch auf dem derzeitigen Niveau, dann werden Investoren weiterhin vor allem die hohe Verschuldung von rund 10,5 Milliarden Dollar im Blick haben. Dem Unternehmen würde es wesentlich leichter fallen, die Verschuldung zu reduzieren, wenn sich mit einem höheren Goldpreis auch höhere Gewinne einfahren ließen. Selbst Goldbullen wie Eric Sprott machen um Barrick Gold derzeit einen Bogen. Im neuen Goldminen-ETF von Sprott sind weder Newmont Mining noch Barrick Gold vertreten.

Das soll an dieser Stelle nicht heißen, dass Barrick Gold eine schlechte Aktie ist. Wir sind nur der Ansicht, dass es im derzeit nach wie vor herausfordernden Umfeld für Goldproduzenten schlicht und ergreifend Aktien gibt, die sich besser entwickeln dürften. Erste Wahl ist in unseren Augen unter den großen Produzenten Goldcorp. Das Unternehmen, besticht zum einen mit einer wesentlich geringeren Verschuldung (rund 2,5 Milliarden Dollar) und kann dennoch ein starkes Wachstum vorweisen. Dazu dürfte sich spätestens ab dem vierten Quartal durch das Erreichen eines Free-Cash-Flows der finanzielle Spielraum zusätzlich vergrößern – und das könnte zu weiteren Übernahmen führen. Insgesamt erscheint uns die Kombination aus geringerer Verschuldung und weiteren Wachstumsaussichten bei Goldcorp aussichtsreicher als bei Barrick Gold. Investoren, die sich für eine der beiden Aktien entscheiden wollen, sollten daher zu Goldcorp greifen. Sehen Sie zu diesem Thema auch die Sendung beim DAF.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Plötzlich eine Cash-Maschine

Die Wachablösung erfolgt schleichend. Lange Jahre war Barrick Gold der weltgrößte Goldproduzent gewesen. Doch die Minenverkäufe der vergangenen Quartale fordern ihren Tribut. Im laufenden Jahr rechnet Barrick Gold noch mit einer Produktion von 4,5 bis 5,0 Millionen Unzen. Die bisherige Nummer 2, … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Der Chef lässt Federn!

Vorab: Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass John Thornton, Executive Chairman bei dem weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold, demnächst hungern muss. Dennoch ist das, was der Konzern diese Woche verkündet hat zumindest ein Zeichen, ein richtiges Zeichen, an den Markt. Das Gehalt von zwei … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Upgrade

Goldminenaktien haben es nach wie vor schwer. Vor allem die großen Produzenten stehen unter Druck. Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold beispielsweise fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2016. Doch geht es nach den Experten von RBC Capital, dann gibt es Hoffnung. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold, Barrick & Co: Die Crux an der Geschichte

Nüchtern betrachtet sollten Anleger mit der Entwicklung des Goldpreises eigentlich zufrieden sein. Seit seinem Tief bei 1.050 Dollar Ende 2015 konnte der Goldpreis mittlerweile mehr als 25 Prozent an Wert zulegen. Der Wertzuwachs im vergangenen Jahr war der größte in den vergangenen sieben Jahren … mehr