Berkshire Hathaway
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Warren Buffett kommt zu uns: „Der deutsche Markt ist großartig“

Buffett will mehr. Nach der Übernahme des Detlev Louis Motorradvertrieb aus Hamburg für 400 Millionen Euro sagte er dem Handelsblatt: "Wir interessieren uns auf jeden Fall dafür, weitere deutsche Unternehmen zu kaufen“. Denn Deutschland sei ein großartiger Markt mit einer großen Kaufkraft der Menschen. Zudem seien die Deutschen produktiv. Geld spielt keine Rolle: „Wir können für jedes Unternehmen - egal in welcher Größe - bar bezahlen", lockt er potenzielle Übernahmekandidaten.


Der rund 79 Milliarden Dollar schwere Buffett wirbt damit, keine klassische Heuschrecke mit kurzfristigem Motiv zu sein: "Wer ein Unternehmen, das viele Jahrzehnte im Familienbesitz war, an Berkshire verkauft, kann sich sicher sein: Wir verkaufen es nicht weiter."


Die Investmentlegende geht gerne antizyklisch vor und achtet akribisch auf eine attraktive Bewertung seiner Investments. Das sind Fool.com zufolge die 14 wichtigsten Punkte für seinen Anlageerfolg:


• Buffett begann früh zu investieren: Mit elf Jahren kaufte er seine erste Aktie
• Er hatte große Lehrmeister: Buffett verschlang schon als 20-jähriger Bücher von Benjamin Graham, dem Vater des „Value Investings“
• Er hörte nie auf zu lernen: „Ich lese und denke – fast jeden Tag“.
• Der Milliardär hält sich an zwei wichtige Regeln: 1. Verliere nie Geld. 2. Vergiss niemals Regel Nr. 1.
• Er hält Aktien ewig – wie die 1988 gekaufte Coca-Cola.
• Er ist bodenständig und bescheiden – der 60-fache Milliardär lebt immer noch in seinem 1950 gekauften Haus.
• Der Berkshire-Gründer liebt die Ungeliebten: Er rennt keinen Mode-Aktien hinterher, sondern schätzt solide, bewährte Geschäftsmodelle.
• Er ist anders und handelt antizklisch: Er war 2008 mutig genug, inmitten der Finanzkrise zuzuschlagen.
• Buffett vertraut auf Branchenexperten: Er ist clever genug zu wissen: Ich weiß nicht alles.
• Der Milliardär konzentriert sich auf das Wesentliche – auf das, was er kontrollieren kann: Seine Entscheidungen und seine Emotionen.
• Die Investment-Legende zahlt keine Dividende: Er belohnt Investoren lieber mit Wachstum seiner Firmen und Performance der Aktie.
• Er ist relaxt: Er checkt nicht täglich die Kurse: „Spiele werden von denen gewonnen, die auf das Spielfeld achten – und nicht auf die Anzeigetafel.“
• Er lässt sich nicht abschrecken, er ist Optimist und Patriot: „Die Zukunft ist immer unsicher, doch Amerika hat sie seit 1776 immer gemeistert“
• Buffett liebt seinen Job, er ging nie in den Ruhestand. Der 83-jährige hat 99,6 Prozent seines Vermögens erst nach seinem 50. Lebensjahr aufgebaut.

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  • Aderius Ross -
    Buffet ist wirklich einzigartig, es gibt keinen anderen Investor der Investieren so liebt wie Warren Buffet. Ich habe sein Buch "Das Leben ist wie ein Schneeball" gelesen, in dem seine Lebensgeschichte von Anfang an erzählt wird. Und Warren war bereits in sehr jungen Jahren von Geld fasziniert und wollte Geld verdienen, Geld sammeln wie er es nannte. Am Anfang Trug er noch Zeitungen aus und irgendwann kaufte er sich einen Zeitungsverlag. Das schlimmste für Ihn war ein Minus, aber auch er hatte Zeiten in denen manche Investitionen schlecht liefen. Er war aber selbstsicher genug, um diese Zeiten zu überstehen. Bereits getätigte Investitionen wurden sogar aufgestockt, sobald die Kurse nach unten fielen. Dass erst nach dem er 50 geworden ist, er sein heutiges Vermögen gemacht hat wusste ich nicht. Er ist der lebende Beweis dass Value-Investing funktioniert. Ich glaube aber nicht das jeder das so machen kann wie Warren Buffet. Gruß Aderius.de

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