Berkshire Hathaway
- Maximilian Völkl

Warren Buffett: Die besten Tage liegen noch vor uns

Warren Buffett ist bereits 83 Jahre alt. Doch das „Orakel von Omaha“ denkt noch lange nicht an den Ruhestand. Mit seiner Holding Berkshire Hathaway hat der Starinvestor im vergangenen Jahr so viel verdient wie nie zuvor. In Amerika sieht Buffett nach wie vor gute Investitionsmöglichkeiten. Außerdem geht seine Milliarden-Dollar-Wette nun in die heiße Phase.

Der Gewinn von Berkshire Hathaway stieg im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar. Den Umsatz konnte die Investmentholding um zwölf Prozent auf 182 Milliarden Dollar steigern. Als Wachstumstreiber erwies sich dabei vor allem das Versicherungsgeschäft.

Es gibt jedoch auch einen Wermutstropfen in der heilen Buffett-Welt: Der Buchwert je Berkshire-Aktie stieg im vergangenen Jahr um 18,2 Prozent und blieb damit nach 2012 erneut unter der Performance des US Aktienindex S&P 500, den die Investmentlegende als Referenzmaß nimmt. Dieser stieg 2013 inklusive Dividendenzahlungen um 32,4 Prozent, was dem größten Abstand seit 1999 entspricht.

Zielmarkt Amerika

In starken Marktphasen plant Buffett jedoch eine etwas schwächere Performance als der Markt ein, dafür habe Berkshire Hathaway bessere Karten, wenn der Gesamtmarkt Schwäche zeigt. Beim Geldanlegen will er auch in Zukunft den USA treu bleiben. Denn dort bestünden seiner Meinung nach weiterhin die meisten Möglichkeiten. „Die besten Tage liegen noch vor Amerika“, schrieb der Investor in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway. Die Strategie, mit großen Aktienpaketen an Konzernen wie Goldman Sachs, IBM oder Coca Cola zum Erfolg zu kommen, wird dabei weiterverfolgt werden. Die Barreserven der Holding für neue Übernahmen sind alleine im letzten Quartal des Jahres um knapp sechs Prozent auf 48,2 Milliarden Dollar angewachsen.

Milliardenwette

Warren Buffett kommt trotz seines fortgeschrittenen Alters auch immer wieder auf ungewöhnliche und spannende Ideen. So geht die irre Basketball-Wette des Milliardärs in die heiße Phase. Dabei müssen alle 64 Partien der diesjährigen Ausscheidungsrunde im amerikanischen College-Basketball getippt werden. Wer alle Ergebnisse der sogenannten „March Madness“ richtig vorhersagt, bekommt eine Milliarde Dollar von Warren Buffett bezahlt. Seit Montag ist die kostenlose Anmeldung möglich, am 20. März beginnen dann die ersten Spiele.

Doch warum geht Buffett diese Wette ein? Der Investor bekommt wohl etwas mehr als zehn Millionen Dollar vom Hypothekenfinanzierer Quick Loans, damit er die Risiken einer möglichen Gewinnauszahlung übernimmt. Die Gewinnchance bei zufälligem Tippen beträgt 1:9 Trillionen. Schona alleine aus Imagegründen ist dies kein schlechtes Geschäft.

Langfristig stark

Warren Buffett wird auch weiterhin eine gute Nase für wertsteigernde Investments haben. Anleger kommen an der Aktie von Berkshire Hathaway als Basisinvestment kaum vorbei. Auch charttechnisch sieht die Lage sehr gut aus, nachdem der Ausbruch über das alte Hoch aus dem Juli 2013 gelungen ist und ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Das Kursziel lautet 115 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

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