Volkswagen Vz.
- Jochen Kauper - Redakteur

VW oder Daimler – welche Aktie macht das Rennen?

Die deutsche Autoindustrie hat einem Zeitungsbericht zufolge 2013 einen neuerlichen Absatzrückgang in Deutschland hinnehmen müssen, sieht jetzt aber Zeichen für eine langsame Erholung des Pkw-Markts. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der Bundesrepublik werde in diesem Jahr bei 2,9 bis drei Millionen liegen, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, der Braunschweiger Zeitung. "In den letzten Monaten hat sich die Lage stabilisiert, der Boden ist erreicht, die Entwicklung geht langsam nach oben", fügte Wissmann hinzu. Auch der westeuropäische Pkw-Markt setze seinen Erholungskurs fort, sagte der VDA-Präsident. Allerdings werde sich das Marktvolumen in Westeuropa im Gesamtjahr 2013 mit etwas über elf Millionen Pkw immer noch um rund drei Millionen Einheiten unter dem Niveau vor Beginn der Wirtschaftskrise bewegen.

Großer Profiteur Volkswagen
Ähnlich sieht die Entwicklung VW-Vertriebschef Christian Klinger. „Zwar herrschten weiter wirtschaftliche Unsicherheiten“, sagte Klingler am Freitag. „Wir sehen jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung der Märkte in Frankreich, Spanien und auch Italien.“
Von einer Erholung des europäischen Automarktes wird besonders der VW-Konzern profitieren. Das sieht auch NordLB-Analyst Frank Schwope so. Nicht umsonst hat er das Kursziel für die VW-Aktie von 200 auf 215 Euro nach oben geschraubt.



Daimler setzt Ausrufezeichen in China
Daimler wird bei seinem chinesischen Partner BAIC einsteigen. Am Dienstag soll die Übernahme der Stuttgarter von 12 Prozent an der Auto-Sparte BAIC Motor perfekt gemacht werden, sagte BAIC-Chef Heyi Xu am Montag in Peking. Damit solle auch der Weg für den geplanten Börsengang von BAIC Motor in Hongkong frei sein.


Charttechnisch aussichtsreich
DER AKTIONÄR bleibt bei den guten Aussichten für die Daimler-Aktie. Bis Ende Januar könnte die Aktie durchaus bis in den Bereich von 66 Euro klettern. Etwas stärker sollte die VW-Aktie zulegen. Das Papier hat gegenüber den Aktien von BMW und Daimler Nachholbedarf.

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