Volkswagen Vz.
- Jonas Groß - Volontär

VW am DAX-Ende: Kostet der Skandal mehr als erwartet?

Die VW-Aktie gibt am Freitag deutlich nach und ist Schlusslicht im DAX. Grund hierfür ist ein Vorabbericht des Manager Magazins. Demnach dürfte der Dieselskandal dem Wolfsburger Autobauer noch teurer zu stehen kommen als bislang erwartet.

Zu geringe Rückstellungen

Die im letzten Jahr zurückgestellten 6,7 Milliarden Euro werden für Volkswagen wahrscheinlich nicht ausreichen, so das Magazin in Berufung auf Unternehmenskreise. Die Kosten der zu erwartenden Rückrufe, Rückkäufe und Kompensationsmaßnahmen dürften deutlich höher als ursprünglich gedacht ausfallen.

In den seit Monaten laufenden Verhandlungen mit den amerikanischen Umweltbehörden über eine Lösung für die von den Abgasmanipulationen betroffenen 600.000 Fahrzeuge sei nicht vor Ende März mit einer Lösung zu rechnen, hieß es weiter. Die Gespräche ziehen sich weiter in die Länge, da die amerikanische Umweltbehörde EPA auf einen Langstreckentest für eine von VW vorgeschlagene technische Lösung bestehe. Unternehmensangaben zufolge, habe VW gemeinsam mit einem Zulieferer Katalysatoren zur Abgasreinigung der ältesten betroffenen Motorengenerationen entwickelt.

 

Bei Stärke verkaufen

Bereits am Morgen gab es eine schlechte Nachricht: Es wurde bekannt, dass Volkswagen im Gesamtjahr 2015 fünf Prozent weniger Fahrzeuge der VW-Kernmarke verkauft hat. Die mittelfristigen Aussichten zeigen klar nach unten. Die Nachrichten des heutigen Tages zeigen, dass weitere Risiken in der VW-Aktie stecken, die nicht im Kurs eingepreist sind.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Jochen Kauper | 0 Kommentare

VW-Aktie: 22.000 Autos futsch…

Wegen des inzwischen beigelegten Streites mit zwei Zulieferern über fehlende Bauteile sind bei Volkswagen mehr als 20.000 Autos nicht vom Band gelaufen. Allein im Stammwerk Wolfsburg seien rund 10.000 Golf nicht produziert worden, berichtet die "Welt am Sonntag" ohne Angabe von Quellen. Unter dem … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

VW: Einigung erzielt – Aktie an DAX-Spitze

In den vergangenen Tagen hat sich der Streit zwischen Volkswagen und den Zulieferern ES Automobilguss und Car Trim zugespitzt. Am Dienstag scheinen sich die Parteien aber auf eine Lösung geeinigt zuhaben. An der Börse wird dies honoriert. Die VW-Aktie führt den DAX im freundlichen Marktumfeld an. mehr
| Jochen Kauper | 0 Kommentare

VW-Aktie: Die Lage spitzt sich zu

Der Streit zwischen Volkswagen und den Zulieferern ES Automobilguss sowie Car Trim schlägt von Montag an voll auf die Produktion des Golf durch. Ein bereits am Wochenende eingeleiteter Fertigungsstopp hält bis voraussichtlich zum kommenden Samstag (27. August) die Bänder für das wichtigste VW … mehr