Volkswagen Vz.
- Maximilian Völkl

VW-Aktie unter Druck: Die Angst vor Google und Alibaba

Im schwachen Marktumfeld hat die VW-Aktie ihren Abwärtstrend zuletzt fortgesetzt. Seit dem Hoch im März hat der DAX-Titel bereits rund 35 Prozent an Wert verloren. Europas größter Autobauer muss aber nicht nur an der Börse die Konkurrenz fürchten. Betriebsratschef Bernd Osterloh warnte nun davor, sich auszuruhen.

Vor allem im IT-Bereich müsste Volkswagen mehr investieren, so Osterloh gegenüber der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung. „Wir müssen die Kräfte im Konzern bündeln, wenn wir nicht wollen, dass Google oder der chinesische Alibaba-Konzern irgendwann bei uns Autos bestellen, um sie mit ihren digitalen Systemen auszustatten.“ Es bestehe das Risiko, dass VW die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung nicht meistern könne. Der jetzige Branchenführer wäre dann „auf einmal nur noch Hardware-Lieferant.“

Dieses Problem sollte nicht unterschätzt werden. Auch in der Auto-Branche wird in Zukunft immer stärker mit der Software verdient. „Wir müssen bei Techniken wie dem E-Antrieb, aber gleichzeitig auch beim vernetzten Auto der Zukunft ganz vorne sein. Davon wird unser Unternehmenserfolg abhängen", sagte Osterloh. Dazu müssten die Kompetenzen besser gebündelt werden. Die Pläne des Vorstands, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern, seien jedoch der falsche Weg. Es müssen vielmehr zusätzliche Fachleute verpflichtet werden.

Aufmerksam bleiben

Die VW-Aktie ist zuletzt stark unter Druck geraten. Am Freitag notierte der Titel zwischenzeitlich bereits nur noch marginal über dem Stoppkurs des AKTIONÄR bei 165 Euro. Vor einem Neueinstieg sollten Anleger eine Trendwende abwarten. Investierte Anleger bleiben dabei, beachten aber aufmerksam den Stoppkurs.

(Mit Material von dpa-AFX)


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