- Jochen Kauper - Redakteur

VW-Aktie kommt trotz starker Zahlen nicht vom Fleck

Rekordabsatz für VW. Der Autobauer hat im ersten Halbjahr 5,5 Millionen Autos verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte VW den Absatz um 7,1 Prozent oder 400.000 Auslieferungen.

Konzern-Vertriebsvorstand Fred Kappler mahnt aber zur Vorsicht. „Wir rechnen im zweiten Halbjahr 2018 aufgrund der Einführung des neuen Prüfverfahrens WLTP mit Auswirkungen auf unsere Auslieferungen. Einige Fahrzeuge werden wir vermutlich später als geplant an Kunden übergeben“, so Kappler.

Die VW-Aktie kommt trotz der guten Zahlen nicht vom Fleck. Nach wie vor arbeitet das Papier an einer Bodenbildung in der Range zwischen 141,50 Euro und 145,00 Euro. Der Streit um mögliche Zölle auf Autoimporte aus der Europäischen Union in die USA sorgt noch immer für große Unsicherheit und Zurückhaltung bei den Anlegern. Sollte Trump wirklich 20 Prozent Einfuhrzölle auf EU-Autos erheben, wird das wohl rund 300.000 Autos für die gesamte VW-Gruppe betreffen. Unter dem Strich würde das den Gesamtgewinn von Volkswagen zwischen einem und drei Prozent belasten. Das ist zu verkraften. Dennoch: Die Unsicherheit über die Zukunft der Autobauer überwiegt. Elektromobilität, selbst fahrendes Autos, Flugtaxis haben für die Autobauer disruptiven Charakter und könnten die Gewinne von Daimler, BMW und VW in den nächsten Jahren stark beeinträchtigen.

Boden erreicht?

Aus Trading-Gesichtspunkten ist eine kleine Position in Volkswagen zwischen um 145,00 Euro allerdings vertretbar. Wird die Marke von 150 Euro geknackt, ist der Weg in einem freundlichen Gesamtmarkt bis 155 Euro frei. Nächstes Ziel wäre im Anschluss die Marke von 158 Euro.

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