Volkswagen
- Jochen Kauper - Redakteur

VW: Crash in den USA - Aktie bleibt aussichtsreich

Der Volkswagen-Konzern bekommt seine Probleme in den USA nicht in den Griff. Europas größter Autobauer hat den achten Monat in Folge rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen müssen. Die Kernmarke Volkswagen Pkw verkaufte mit 30.727 Autos 16,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn liegt der Absatz mit knapp 373.700 Wagen mehr als 5 Prozent im Minus. Dagegen legten die US-Platzhirsche weiter zu: General Motors konnte seine Verkäufe um fast 14 Prozent auf über 212.000 Autos steigern. Ford kam auf ein Plus von 7 Prozent auf gut 190.000 Autos. Chrysler konnte um 16 Prozent auf mehr als 142.000 Wagen zulegen.


Audi bleibt spitze
Der Volkswagen-Konzern hatte die US-Verkäufe von 2009 bis 2012 zwar verdoppeln können, im April endete jedoch der Lauf. VW ist bei den beliebten Geländewagen schwach aufgestellt und bei Pick-up-Trucks gar nicht vertreten. Diese machen etwa die Hälfte aller US-Verkäufe aus. Die wichtigsten VW-Modelle sind die Limousinen Jetta und Passat. Spitze im VW-Konzern ist lediglich die Tochter Audi. Der Premium-Hersteller knackte schon nach elf Monaten den Jahresabsatz aus 2012. Im November setzte das Unternehmen 13.636 Wagen ab und damit 13 Prozent mehr als vor einem Jahr.


Dabei bleiben
Im Zuge der Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt kann es durchaus möglich sein, dass die VW-Aktie noch einmal bis auf die Ausbruchslinie bei 187 Euro zurück fällt. Langfristig sollte die VW-Aktie aber ihren Aufwärtstrend aber fortsetzen. Das Mammut-Investitionsprogramm von bis zu 100 Milliarden Euro bis zum Jahr 2018 sollte auf jeden Fall Früchte tragen. Für die Aktie ergibt sich kurzfristig erst wieder bei einem Ausbruch über die Marke von 200 Euro neues Potenzial. Investierte Anleger bleiben dabei.

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