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Volkswagen US-Chef: Gang nach Canossa

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Der USA-Chef von Volkswagen, Michael Horn, musste sich am Donnerstag den Fragen des US-Kongresses stellen. Der Manager entschuldigte sich bei den Abgeordneten und erklärte, er habe erst vor wenigen Wochen von der betrügerischen Software erfahren.

Volkswagens US-Chef Michael Horn hat nach eigener Aussage erst vor wenigen Wochen von gezielten Manipulationen des Autobauers bei Abgasmessungen in den USA erfahren. "Ich hatte keine Kenntnis davon, dass es einen Defeat Device in unseren Autos gab", sagte Horn am Donnerstag unter Eid bei einer Anhörung im US-Kongress aus.

Zwar habe er bereits im Frühjahr 2014 von möglichen Verstößen gegen US-Emissionsregeln erfahren. Dass dahinter aber eine Betrugs-Software steckt, habe er nicht gewusst. Erst kurz vor einem Treffen mit Vertretern der US-Umweltbehörde EPA am 3. September sei er über die Installation der "Defeat Device" genannten Software zum Austricksen der Emissionstests informiert worden.

Schuld sind die Ingenieure

Horn betonte, dass es sich dabei nicht um eine unternehmerische Entscheidung gehandelt habe, sondern dass die Manipulation auf einige wenige Ingenieure zurückzuführen sei. Mehrere Abgeordnete äußerten allerdings massive Zweifel an dieser Darstellung. Neben der Frage nach der Verantwortung in der Affäre wollten die US-Politiker vor allem wissen, wie VW die Probleme bewältigen wolle.

Auf entsprechende Fragen konnte Horn allerdings nur wenig Konkretes antworten. "Die Untersuchungen dauern an – ich kann noch keinen konkreten Zeitplan anbieten." Erst vor zwei Tagen hatte VW angekündigt, dass der Rückruf der etwa 480.000 vom Skandal betroffenen Diesel-Autos in den USA erst im Januar beginnen werde. Nun erklärte er, dass es womöglich Jahre dauern werde, bis die Probleme behoben sind.

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(Mit Material von dpa-AFX)

 


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