Volkswagen Vz.
- Maximilian Völkl

Volkswagen-Aktie: Die Schuldfrage bleibt offen

Am Freitag gehören die Autoaktien zu den schwächsten Werten im DAX. Nach wie vor bleibt die Schuldfrage im Abgasskandal offen. Die Papiere von VW setzen damit ihren langfristigen Abwärtstrend fort. Auf die Stimmung drücken zudem die Verkaufszahlen. Europas Automarkt gibt zwar weiter Gas, die Auslieferungen bei der Pkw-Kernmarke von Volkswagen waren allerdings erneut rückläufig.

Im März sind die Verkäufe von Volkswagen gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent zurückgegangen. Der Autobauer musste im gesamten ersten Quartal damit einen Rückgang um 1,3 Prozent verkraften. In wichtigen Märkten wie Deutschland, den USA oder Südamerika war der Absatz gegen den Branchentrend rückläufig. Einziger Lichtblick war der weltgrößte Pkw-Markt China mit einem Plus von 6,5 Prozent im März. 50 Prozent der verkauften Wagen entfallen inzwischen auf das Reich der Mitte.

Dieselgate im Fokus

In der Abgas-Affäre haben die internen Ermittler die Schuldfrage noch immer nicht lösen können. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dass die vom VW-Aufsichtsrat eingesetzte US-Kanzlei Jones Day noch zu keinem Ergebnis gekommen ist. Der Ursprung der Betrugs-Software konnte bisher nur auf Abteilungen und verschiedene Personen eingegrenzt werden. Es bleibt aber offen, wer genau den Anstoß für die Manipulationen gab.

An der Seitenlinie

Die Schlagzeilen um VW ebben nicht ab. Die Diskussionen um die Manager-Boni, die Milliarden-Rückstellungen, die Dividendenkürzung und sinkende Verkaufszahlen drücken auf die Stimmung. Im April soll sich nun zeigen, wie stark die Schäden ausfallen werden. Bis dahin sollten Anleger an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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