Volkswagen
- Werner Sperber - Redakteur

Volkswagen: Prof. Dr. Piëch ist schneller als die Experten; Börsenwelt Presseschau III

Die Fachleute der Platow Börse erklären, der am 10. April offiziell begonnene Machtkampf an der Spitze der Volkswagen AG hat den Kurs der Vorzugsaktie des Fahrzeug-Konzerns belastet. Bei diesem Kampf hat Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Ferdinand Piëch gegen den Willen des Präsidiums der Volkswagen AG sowie der Familie Porsche den Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Martin Winterkorn aus der Firma werfen wollen. Deswegen verlor die Vorzugsaktie mehr als beispielsweise die Stammaktie der Bayerischen Motoren Werke AG und zudem unterschritt die Notierung des VW-Papiers die im Januar 2015 begonnene Aufwärtstrendlinie. Fundamental sind in den Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres zwar Anzeichen einer beginnenden Schwäche des Geschäfts zu sehen, doch dürfte im laufenden Jahr der Umsatz um drei und der Gewinn um neun Prozent steigen – auch dank vorteilhafter Wechselkurse und einer besseren regionalen Umsatzverteilung. Mit einem KGV von 10 für dieses Jahr und 9 für das nächste, wäre die Vorzugsaktie aber selbst bei einem schwächeren Wachstum günstig bewertet. Wenn der Streit an der Konzern-Spitze beendet werde, würde die Vorzugsaktie schnell wieder im Kurs anziehen. (Tatsächlich sind die Fachleute der Platow Börse von den Ereignissen überrollt worden, denn Prof. Dr. Ferdinand Piëch und dessen Ehefrau Ursula haben am Wochenende überraschend und mit sofortiger Wirkung alle ihre Posten in der Volkswagen AG aufgegeben. Damit hat Volkswagen-Großaktionär Prof. Dr. Piëch vielleicht nur zunächst den Machtkampf verloren. Allerdings werden derzeit Stimmen laut, die auch einen Abgang von Prof. Dr. Winterkorn fordern, um einen Generationswechsel an der Konzernspitze zu tätigen.) Anleger sollten die Vorzugsaktie der Volkswagen AG mit einem Stoppkurs bei 179 Euro kaufen.

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