Vivendi
- Benedikt Kaufmann

Vivendi-Aktie: Das ist der wichtigste Kurstreiber

Der französische Medienkonzern Vivendi hat die Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Eine Reaktion der Aktie gibt es trotz übertroffener Erwartungen kaum. Kein Wunder, gibt es doch wesentlich wichtigere Kurstreiber.

Der Umsatz im ersten Quartal lag mit 3,46 Milliarden Euro rund elf Prozent über dem Vorjahresquartal. Analysten rechneten nur mit 3,37 Milliarden Euro.

Treibender Faktor war die hervorragende Entwicklung der Universal Music Group (UMG). Die Musik-Tochter erzielte einen Umsatzzuwachs von 23 Prozent auf 1,50 Milliarden Euro. Hervorzuheben ist dabei das rasante Wachstum im Streaming-Bereich.

Potenzieller UMG-Verkauf bietet Chancen

Die Musik-Sparte, in der Vivendi 43 Prozent der Gesamterlöse erzielt, dürfte künftig auch bestimmen wohin sich die Aktie bewegt. Denn Vivendi will mindestens die Hälfte der UMG verkaufen. Neben Liberty Media sollen auch die Beteiligungsgesellschaft KKR und der chinesische Streaming-Gigant Tencent Music Entertainment Interesse haben.

DER AKTIONÄR sieht hier lukrative Chancen für Anleger, denn die Analysten sind sich uneins, wie viel die UMG kosten soll. Das wertvollste Vivendi-Asset soll einen Preis zwischen 23 und 44 Milliarden Dollar haben.

In Ausgabe 11/19 hat DER AKTIONÄR eine UMG-Bewertung von 35 Milliarden Dollar einer „Sum-of-the-parts“-Analyse zugrunde gelegt. Das Ergebnis: 34 Euro pro Vivendi-Aktie – was aktuell einen Kurspotenzial von knapp 30 Prozent entspricht.

Wer der Empfehlung bei einem Kurs von 25,59 bereits gefolgt ist, lässt die Gewinne laufen. Wer interessiert ist, kann nach den Q1-Zahlen noch immer zugreifen.

 

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