Siemens
- Jochen Kauper - Redakteur

Siemens-Aktie: Ohrfeige von ABB

Nach schwachen Zahlen des Konkurrenten ABB haben Siemens-Aktien wenige Minuten vor Handelsschluss um 1,5 Prozent auf 98,46 Euro nachgegeben. Damit waren die Papiere unter den schwächsten Werten im Dax. Der deutsche Leitindex gab zuletzt um 0,10 Prozent nach. ABB-Aktien sackten kurz vor Handelsschluss in Zürich als schwächster Wert um 3,72 Prozent ab. Probleme bei der Installation von Windkraftanlagen im Meer vermiesten ABB das Jahresende 2013. Winterstürme hatten für Projektverzögerungen in der Nordsee gesorgt und die Marge des Siemens-Rivalen belastet. Die Folge: Der Überschuss der Schweizer brach im vierten Quartal um 13 Prozent auf 525 Millionen Dollar ein.



Analyst: Auswirkungen auf Siemens begrenzt

Ein Händler wertete die schlechten Nachrichten zunächst als ABB-spezifische Probleme. Zusammen mit der Gewinnwarnung von Alstom vom Vortag sorge das aber auch bei Siemens für tendenziell schwächere Kurse. Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel sah die Auswirkungen auf  Siemens vor allem regional begrenzt. „Beide Unternehmen haben Projekte in der Nordsee, bei Siemens ist der Anteil der Sparte am Gesamtumsatz aber kleiner', sagte er. Die Ergebnisse zum ersten Geschäftsquartal will Siemens am 28. Januar vorlegen. Schachel rechnet dank mehrerer Großaufträge in der Windkraftsparte mit einem mehr als doppelt so hohen Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

(Mit Material von dpa-AFX)

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