AURORA CANNABIS
- Marion Schlegel - Redakteurin

Verhaltender Jahresstart für Aurora Cannabis, Canopy Growth & Co

Wirklicher Schwung ist auch zu Beginn des neuen Jahres bei den Cannabiswerten nicht zu sehen. Immerhin können die beiden Branchen-Favoriten des AKTIONÄR, Aurora Cannabis und Canopy Growth, aber zulegen. Aurora Cannabis gewinnt im frühen Handel am Mittwoch 1,3 Prozent auf 6,87 Kanadische Dollar, Canopy Growth legt 1,1 Prozent auf 37,00 Kanadische Dollar zu. Tilray und Aphria hingegen verlieren weiter an Boden. Die Aktie von Tilray gibt 1,8 Prozent auf 69,24 US-Dollar nach, Aphria notiert 0,6 Prozent im Minus bei 7,80 Kanadischen Dollar.

DER AKTIONÄR erwartet im Laufe dieses Jahres aber wieder deutlich anziehende Kurse bei den Favoriten-Werten. Diese sind sehr stark positioniert und dürften bei weiteren Legalisierungsbestrebungen überproportional profitieren. Im vergangenen Jahr stand die Freigabe von Cannabis für den Freizeitgebrauch in Kanada im Fokus des Interesses. Aber auch in zahlreichen weiteren Ländern waren deutliche Fortschritte zu verzeichnen. Und auch am wichtigen US-Markt tut sich einiges. Dort hat der Senat vor Kurzem grünes Licht für die Hanf-freundlichen Änderungen in der Farm Bill, dem US-Agrargesetz, gegeben.

Die Gesetzesvorlage enthält eine Bestimmung zur Legalisierung von Industriehanf. Dabei handelt es sich um Cannabis, das das nicht mehr als 0,3 Prozent des psychoaktiven Inhaltsstoffs TCH enthält. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erklärte derweil am Donnerstag, sie werde in Erwägung ziehen, eine neue Strategie für die Vermarktung und den Verkauf von Cannabis zu erstellen, nachdem Präsident Donald Trump die Farm Bill unterzeichnet hat, die die kommerzielle Hanfproduktion in den Vereinigten Staaten legalisiert.

Ein wichtiger Markt ist außerdem der deutsche Markt. Auch hier gestaltet sich die Entwicklung sehr positiv. Die Nachfrage nach Cannabis als Medizin wächst kontinuierlich. Einem Bericht der Zeitung Mannheimer Morgen zufolge hat sich die Zahl der Cannabispatienten stark erhöht. Anfragen bei den drei größten Krankenkassen in Deutschland (AOK, Barmer und Techniker) ergaben, dass bundesweit mehr als 20.000 Anträge auf eine Behandlung mit Cannabis als Medizin gestellt wurden.

Bei den Anlegern ist derzeit Geduld gefragt. Die derzeitige Schwächephase bei den Aktien kann zum Auf- beziehungsweise Ausbau der Positionen genutzt werden.

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