United Internet
- Benedikt Kaufmann

United Internet Q3-Zahlen: deutliches Wachstum dank Drillisch-Übernahme

Der Internetdienstleister United Internet veröffentlichte Montagnacht die Zahlen für das dritte Quartal. Anleger zeigten sich zufrieden – die Aktie steigt im frühen Handeln um ein halbes Prozent. Im Fokus bleibt weiterhin die Drillisch-Übernahme.

United Internet führt den stetigen Wachstumskurs weiter fort. Die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Quartals überzeugen. Der Umsatz wuchs um 6,4 Prozent im Verleich zum Vorjahreszeitrum auf rund 3,01 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um 12 Prozent auf 684 Millionen Euro.

Selbstverständlich spielt der Bilanz die Drillisch-Übernahme in die Hände: In den vergangenen neun Monaten steuerte die Drillisch-Erstkonsolidierung etwa 13 Millionen zum operativen Ergebnis bei. So wird für das Gesamtjahr 2017 nach der Konsolidierung der Akquisition ein EBITDA von bis zu einer Milliarde erwartet.

Doch auch die steigende Zahl der Kundenverträge hat das Ergebnis verbessert. Insgesamt legten die kostenpflichtigen Kundenverträge um 5,83 Prozent zu. Rechnet man die Drillisch-Übernahme heraus, bleibt ein Anstieg von 2,48 Prozent.

Profitieren von der Übernahme

Die Eingliederung von Drillisch in 1&1 Telecommunication geht voran. Dadurch wird ein leistungsfähiger Komplettanbieter mit erheblichem Synergie- und Wachstumspotenzial geschaffen. Die Synergieeffekte dürften sich im Jahr 2018 erstmals deutlich auf die Bilanz auswirken und jährlich mit 150 Millionen Euro zu Buche schlagen. Bis 2025 dürfte dieser Wert sogar auf jährlich 250 Millionen Euro steigen. Ab 2017 bestreiten beide Gesellschaften den koordinierten Mobilfunk-Vorleistungseinkauf. Im nächsten Schritt wird das Marketing der beiden Firmen zusammengelegt.

Mit der Übernahme hat United Internet seine Chancen am deutschen Telefon-Markt signifikant verbessert. Anleger sollten die Gewinne laufen lassen und weiter vom Kurstreiber des stetigen Wachstums profitieren. DER AKTIONÄR setzt das Kursziel auf 60,00 Euro – Stopp bleibt 44,50 Euro.

 

 

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