Unicredit
- Nikolas Kessler - Redakteur

Unicredit bestätigt Mega-Kapitalerhöhung – Ziel: Profitabel bis 2019

Milliarden-Kapitalerhöhung, weitere Stellenstreichung und die Auslagerung von faulen Krediten – die Unicredit fährt schwere Geschütze auf, um sich aus der Krise zu befreien. Nach anfänglichen Verlusten ist die Aktie zwischenzeitlich ins Plus geklettert.

Zum Auftakt des Kapitalmarkttags am heutigen Dienstag hat die Unicredit Eckdaten ihres Sanierungsprogramms präsentiert. Wie seit Längerem erwartet plant das Institut eine Kapitalerhöhung im Volumen von 13 Milliarden Euro. Wer die neuen Aktien zeichnen soll, wurde zunächst jedoch nicht bekannt.

Darüber hinaus will die Bank Kredite im Volumen von 17,7 Milliarden Euro in ein abgesichertes Portfolio auslagern, um die Risiken für den Konzern zu senken. Außerdem sollen der Sparkurs verschärft und weitere Stellen gestrichen werden. Bis 2019 sollen rund 14.000 Arbeitsplätze – rund elf Prozent der Gesamtbelegschaft – wegfallen. Die Kosten sollen jährlich um 1,7 Milliarden Euro sinken.

Ehrgeizige Ziele

Durch die Maßnahmen will die Bank bis 2019 wieder rentabel arbeiten und 4,7 Milliarden Euro verdienen. Zudem soll die harte Kernkapitalquote auf über 12,5 Prozent steigen. Bis dorthin ist es aber noch ein steiniger und vor allem teurer Weg: Allein für das vierte Quartal 2016 hat der Vorstand Sonderkosten von rund 12 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Dadurch wird Unicredit das Jahr mit einem hohen Verlust beenden. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten hatten bis dato im Schnitt eigentlich mit etwas mehr als einer Milliarde Euro Gewinn gerechnet.

Wohin mit den neuen Aktien?

Im Kern fallen die Ankündigungen wie erwartet aus. Spannend wird nun, wer die neuen Aktien zeichnen wird – im Vorfeld der Kapitalerhöhung hatte die Bank mit verschiedenen anderen Instituten verhandelt. Dass es unter den aktuellen Bedingungen alles andere als leicht ist, potenzielle Investoren zu überzeugen, zeigt das Beispiel Banca Monte dei Paschi – die Traditionsbank versucht verzweifelt, bis Jahresende fünf Milliarden Euro aufzutreiben.

 


 

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