Apple
- Marion Schlegel - Redakteurin

Übernahme-Hammer: Kauft Apple Tesla?

Bereits zu Beginn des Jahres wurde es öffentlich diskutiert: Soll Apple den Elektroautobauer Tesla übernehmen? Auf der Hauptversammlung im März forderten zahlreiche Apple-Aktionäre den Kauf von Tesla. Piper Jaffrays Analyst Gene Munster zeigte sich von der Idee begeistert und sagte, dass er in der Übernahme eine „lukrative langfristige Chance“ für Apple sehe. Nun meldete sich ein weiterer Analyst zu Wort, der von positiven Auswirkungen eines Kaufes spricht.

Apple profitiert von Teslas Batterien

In einem veröffentlichten Kommentar führt Analyst Dan Ives von FBR Capital Markets Tesla als ein potenzielles Übernahmeziel von Apple an. Tesla sei vor allem aufgrund seiner Batterie-Technologie ein attraktives Ziel, so der Experte. „Aus unserer Sicht würde eine Übernahme Teslas fortgeschrittener Batterie-Technologie Apples Eintritt in den Autobereich stark fördern und wir schätzen, dass wertvolle Synergieeffekte realisiert werden könnten“, so Ives. Der Analyst betonte, dass Apple Gerüchten zufolge bereits unter dem Code-Namen „Projekt Titan“ an einem elektrischen Auto arbeitet und dass der Automarkt für Apple in den nächsten Jahren zu einem Schlüsselbereich werden könnte. „Wir glauben, dass sich Tim Cooks [Apples CEO] Kristallkugel jetzt auf neue Wachstumstreiber für das nächste Jahrzehnt richtet. Mit 200 Milliarden Dollar Cash-Reserven, kann sich Apple eine größere Übernahme leisten – und es ist an der Zeit für Cook einen Schritt zu machen“, schrieb Ives.

Attraktive Übernahme

Von einer Tesla-Übernahme könnte Apple tatsächlich in großem Maße profitieren. Das selbstfahrende Auto, an dem Apple Gerüchten zufolge baut, könnte dadurch schneller auf den Markt gebracht werden und würde voraussichtlich zudem mit besserer Technologie ausgestattet sein. Durch eine Übernahme könnten zugleich die Kosten aufgrund von Skaleneffekten gesenkt werden. Langfristig würden sich weitere Kostenvorteile ergeben. Durch Teslas Battery-Gigafactory, die derzeit in Nevada gebaut werden, sollen in den nächsten Jahren die Kosten für Batterien deutlich reduziert werden.

Angespanntes Verhältnis

Allerdings scheint eine Übernahme in nächster Zeit unwahrscheinlich. Zu angespannt ist das Verhältnis zwischen Apple und Tesla. Zuletzt richtete Elon Musk klare Worte in Richtung des iPhone-Herstellers. Auf die Frage, ob Tesla Apples möglichen Einstieg in den Automobilbereich ernst nehme, antwortete Musk. „Es ist gut, dass sich Apple in diese Richtung bewegt und investiert. Aber Autos sind sehr komplex im Vergleich zu Smartphones oder Smartwatches.“ Zudem bezeichnete der Tesla-CEO Apple als „Teslas Friedhof“: Wenn man es bei Tesla nicht schafft, geht man eben zu Apple. Ich mache keinen Spaß.“

 

Starkes Unternehmen, schwacher Chart

Ob mit Übernahme oder ohne: Das Weihnachtsquartal dürfte für die Apple Watch und iPhone ein voller Erfolg werden. Die Bewertung des Papiers ist mit einem 2016er-KGV von 12 günstig. Investierte Anleger bleiben bei Apple dabei. Neueinsteiger warten eine Bodenbildung im angeschlagenen Chartbild ab.


Nur weil jeder etwas weiß, muss es noch lange nicht wahr sein!

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