DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Trump verhängt Strafzölle - DAX vor wichtigster Prüfung der letzten Jahre

An den Börsen wächst die Verunsicherung mit jedem Tag. Seit der ersten offiziellen Rede des neuen Fed-Chefs Jerome Powell ist die Zinsangst zurück. Jetzt sorgt US-Präsident Donald Trump mit der Ankündigung von Strafzöllen für zusätzliche Beunruhigung. Die Auswirkungen dieser Politik sind an den Aktien- und Devisenmärkten unübersehbar: Dow Jones und DAX fallen wie ein Stein, der Euro legt wieder zu.

Was kaum einer für möglich gehalten ist, ist jetzt offensichtlich beschlossene Sache: Die USA wollen Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängen. Die EU hat schon angekündigt, dass sie diese Politik nicht hinnehmen wird - ein Handelskrieg droht.

Korrekturtief beinahe erreicht

Dass in einem solchen Umfeld die Aktienkurse nicht explodieren, ist logisch. Im Gegenteil: Der Dow Jones hat gestern erneut 400 Punkte verloren und damit das jüngste Korrekturtief beinahe wieder erreicht. Das Gleiche trifft auf den DAX zu. Der bewegt sich mit Siebenmeilenstiefeln auf die 12.000-Punkte-Marke zu, wo er vor wenigen Tagen nahezu punktgenau gelandet war.

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Viel wichtiger noch erscheint aber die Marke von 11.830 Zählern. Hier verläuft zurzeit der langfristige Aufwärtstrend. Sollte dieser gebrochen werden, dann droht eine längere Saure-Gurken-Zeit.

Die Hoffnung besteht jetzt darin, dass die 12.000-Punkte-Marke hält und sich die Anleger auf die Fundamentaldaten besinnen. Das DAX-KGV für 2019 liegt bei lächerlich günstigen 11,6. Die Dividendenrendite beziffert sich auf durchschnittlich 3,3 Prozent, wobei manche Wert auf über fünf Prozent kommen. Die Zinsen - zumindest die in Europa - werden zudem noch länger tief bleiben.

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