SAP
- Marion Schlegel - Redakteurin

Top und Flop der Woche: SAP zeigt kein Interesse an Software AG

Unterschiedlicher hätten sich die Werte in der vergangenen Woche nicht entwickeln können, Während die Aktie des Walldorfer Softwareriesen SAP in der vergangenen Woche mit einem Plus von mehr als fünf Prozent die Gewinnerliste des DAX angeführt hat, war die Aktie der Software AG mit einem Minus von rund 19 Prozent klar der größte Verlierer im TecDAX. Doch auch auf dem jetzt wieder günstigeren Niveau hat SAP kein Interesse an einer Übernahme des Konkurrenten Software AG. Man sehe nicht, dass die Software AG ins Portfolio der SAP passe, sagte der neue SAP-Finanzvorstand Luka Mucic „Euro am Sonntag“. Mucic dementierte damit klar die immer wieder aufkommenden Spekulationen am Markt über einen Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen. SAP habe generell in strategisch wichtigen Bereichen zugekauft und könne sich weitere Übernahmen vorstellen, sagte Mucic, Priorität habe dabei aber die Cloud.

Gute und schlechte Zahlen
Während SAP in der vergangenen Woche vor allem in wichtigen Wachstumsfeldern wie etwa dem Geschäft mit Mietsoftware aus dem Internet (Cloud) gute Zahlen vorlegen konnte, sieht die Lage bei der Software AG anders aus. Den Darmstädtern steht nach einer bösen Überraschung im zweiten Quartal ein holpriger Weg bevor. Der Spezialist für Unternehmenssoftware hatte vor wenigen Tagen seine Jahresziele zusammenstreichen müssen. Weiteres Ungemach droht sowohl der Software AG als auch SAP von einer neuen Partnerschaft zwischen Apple und IBM. Die beiden großen, einst verfeindeten amerikanischen IT-Konzerne wollen im Mobilfunkbereich zusammenarbeiten und eine neue Kategorie von Unternehmens-Apps schaffen. IBM wird zudem speziell auf Apple-Geräte angepasste Cloud-Dienste anbieten sowie seinen Kunden iPhones und iPads verkaufen.

Allzeithoch in Sicht
Die zuletzt starke Entwicklung von SAP dürfte sich in einem freundlichen Marktumfeld weiter fortsetzen können. Demnächst könnte sogar ein Angriff auf das 2013er-Hoch bei 65 Euro erfolgen. Anleger bleiben in jedem Fall weiter investiert, sichern ihre Position aber mit einem Stopp bei 49 Euro nach unten ab. Das Kursziel des AKTIONÄR liegt weiter bei 75 Euro. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot weiter auf steigende Kurse. Mehr zu SAP lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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