Wirecard
- Nikolas Kessler - Redakteur

Top-Gewinner Wirecard: Sattes Plus zum Jahresende

Für Wirecard geht ein äußerst erfolgreiches Jahr zu Ende, auch wenn in Anbetracht der Konsolidierung der vergangenen Wochen einen anderen Eindruck enstehen könnte. Angeheizt von Übernahmespekulationen ist die Aktie am Freitag mit einem satten Plus aus dem Handel gegangen, doch die Krone als Top-Performer im Leitindex war dem DAX-Aufsteiger schon davor sicher.

Um 42,7 Prozent ist die Wirecard-Aktie seit Anfang Januar gestiegen – und das, obwohl der Kurs seit dem Allzeithoch von Anfang September bereits um ein Drittel zurückgekommen ist. Das reicht locker, um als größter DAX-Gewinner des Jahres 2018 in die Geschichte einzugehen. Auf den Rängen folgen abgeschlagen RWE mit plus 11,6 Prozent und Adidas mit plus 9,1 Prozent, während der gesamte Leitindex auf Jahressicht über 18 Prozent verloren hat.

Einzug in den DAX beflügelt nicht

Highlight des Jahres war allerdings der Einzug in den deutschen Leitindex im September, der geradezu symbolträchtig war: Das auf digitale Zahlungsprozesse spezialisierte, junge Fintech-Unternehmen hat dabei die traditionsreiche Commerzbank aus dem Index gekegelt. Das ist eine beachtliche Leistung, auch wenn Vorstandschef Markus Braun den Aufstieg öffentlich lieber heruntergespielt und die operativen Aussichten des Unternehmens herausgestellt hat.

Einzig: Der DAX-Aufstieg konnte dem Kurs zunächst keine positiven Impulse liefern. Just einen Tag vor der Bekanntgabe der Index-Änderung durch die Deutsche Börse hat die Aktie bei 199 Euro ihren bisherigen Höchststand erreicht, seitdem befindet sie sich auf Konsolidierungskurs. Sowohl der Aufstieg, als auch eine Fortsetzung der starken operativen Performance war von vielen Anlegern bereits antizipiert und entsprechend eingepreist worden.

Selbst bullishe Langfristziele bis 2025 oder ein Etappensieg im Rechtsstreit um die Short-Attacke durch Zatarra Research im Februar 2016 konnten die Korrektur im schwachen Gesamtmarkt der vergangenen Wochen nicht aufhalten. Stattdessen ist der Kurs am 20. November bei 124,40 Euro auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten gefallen und pendelt seitdem oberhalb dieser Marke seitwärts.

Auf diese Chartmarken kommt es an

Aus charttechnischer Sicht sollte das 6-Monats-Tief nicht erneut unterschritten werden – andernfalls wartet erst im Bereich von 110,65 Euro eine horizontale Unterstützung. Bei einem Ausbruch nach oben rückt dagegen schnell die 200-Tage-Linie bei 146,20 Euro in den Fokus. Ein Sprung über diese Marke wäre ein technisches Kaufsignal und könnte die erhoffte Trendwende in Gang bringen.

Aktie auf der Watchlist

Vom ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Rehnig ins Spiel gebrachte Übernahmespekulationen haben im verkürzten Handel am Freitag für eine Kursplus von über vier Prozent - und damit bereits für einen Schritt in die richtige Richtung - gesorgt. Vorerst bleibt die Aktie jedoch auf der Beobachtungsliste des AKTIONÄR. 

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