DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

Top-Fondsmanager: Bitcoin geht auf 100.000 Dollar

Während viele Experten Kryptowährungen äußerst kritisch sehen, war Acatis-Gründer Hendrik Leber frühzeitig bei dem Megatrend dabei. Bitcoin sieht er bullish, Aktien aber auch.

DER AKTIONÄR: Herr Leber, alle sprechen von Bitcoin. Sie auch?

HENDRIK LEBER: Natürlich, Bitcoin ist heiß, spannend und hat noch eine Menge Potenzial. Die Rallye ist noch lange nicht am Ende.

Was macht Sie so optimistisch?

Bitcoin ist zwar in kurzer Zeit sehr stark gestiegen, trotzdem kann von überschäumender Euphorie meiner Meinung nach keine Rede sein. Damit Bitcoin nur ein Drittel der Marktkapitalisierung von Gold erreicht, müsste sich der Kurs der Kryptowährung verzehnfachen.

Bis wohin kann Bitcoin steigen?

Auf 100.000 Dollar. Wahrscheinlich schon in den kommenden zwei bis drei Jahren. Zwischendurch sind Einbrüche von knapp 50 Prozent durchaus möglich, aber diese Rücksetzer werden von vielen gleich zum Kauf genutzt. Der langfristige Aufwärtstrend ist nicht zu stoppen.

Herr Leber, nicht nur Bitcoin läuft, auch die Aktienkurse entwickeln sich nach wie vor sehr erfreulich. Halten Sie an Ihrem Kursziel von 18.000 Punkten für den DAX fest?

Ja. Die Kurse werden steigen, bis uns schwindelig wird. Im Vergleich mit der letzten großen Hausse in den 90ern würde ich sagen, wir sind derzeit im Jahre 1997. Also haben wir noch ein paar Jahre Aufschwung vor uns.
Und man muss ja klar sagen: Die jetzige Stimmung hat nichts mit Euphorie zu tun, sondern mit niedrigen Zinsen. Das war zur Zeit des Neuen Marktes ganz anders. Damals waren alle gierig nach Aktien und nach dem schnellen Gewinn. Heute gibt es kaum Privatanleger, die an der Börse aktiv sind. Die haben immer noch den Schock von 2000 und 2008 in den Gliedern stecken.

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  • Frank Reil -
    Wir wissen, was solche "Prognosen" wert sind. Schaut euch mal die Prognosen von Anfang 2016 für Öl und Ende 2016 für DAX und Dow Jones der sog. "Experten" an: Diametral zur tatsächlichen Entwicklung.

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