Tilray
- Marion Schlegel - Redakteurin

Tilray: Vergessener Cannabis-Überflieger(+1.665%) – startet jetzt die nächste Rallye?

Man kann von dem Cannabis-IPO des vergangenen Jahres sprechen. Für 17 Dollar ist das Unternehmen im vergangenen Sommer an die Börse gekommen. Innerhalb weniger Tage vervielfachte sich das Papier auf zeitweise 300 Dollar. Von diesen Höchstständen ist die Aktie mittlerweile weit entfernt. Zu groß war die Übertreibung nach dem Börsengang. Da das Unternehmen den Gang an die US-Börse vollzog, sprangen insbesondere viele US-Investoren auf das Papier auf. Die meisten anderen großen Cannabis-Werte sind in Kanada notiert. Derzeit kostet eine Tilray-Aktie gerade einmal ein Viertel so viel wie noch zum Höhepunkt des Tilray-Hypes im September 2018. Die Frage ist: Lohnt es sich auf dem aktuellen Niveau zuzugreifen?

DER AKTIONÄR meint, es gibt trotz der deutlichen Korrektur bei Tilray weiterhin interessantere Werte in der Branche. Denn noch immer ist das Papier im Vergleich zur Konkurrenz nicht günstig bewertet. Für ein Kilogramm Produktionskapazität zahlen Anleger von Tilray immer noch mehr als Doppelt so viel wie Anleger von Canopy Growth. Und auch in Sachen Partnerschaftsdeals hat Tilray klar das Nachsehen. Während Canopy mit Constellation Brands einen zahlungsfreudigen Partner an der Seite hat, hat Tilray zwar ebenfalls mit einem großen Getränkehersteller einen Deal schnüren können. Diese war aber weder mit einer größeren Investition von Anheuser-Busch Inbev verbunden noch mit einer großen Vorauszahlung. Hier muss man abwarten, wie sich die Zusammenarbeit weiter entwickeln wird.

DER AKTIONÄR sieht nicht zuletzt deswegen Canopy Growth weiterhin als die bessere Wahl an. Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR im Dezember 2018 bei 25,60 Euro gefolgt sind, liegen mittlerweile knapp 65 Prozent in Front. Gelingt dem Papier nun der Sprung über das Februarhoch, dürfte relativ rasch ein Angriff auf das Allzeithoch bei 76,68 Kanadische Dollar zu erwarten sein. Im Auge behalten sollte man außerdem die Aktie der Cronos Group. Diese war in den vergangenen Wochen nach dem Einstieg von Altria kaum zu bremsen. Möglicherweise arbeitet man hier bereits an einer Komplettübernahme. Die enorme Stärke ist in jedem Fall verdächtig.

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